Großeinsatz der Feuerwehr an der Römerstraße in Moers: Wie der Löschzug Moers-Hülsdonk über seine Social-Media-Kanäle berichtet, soll sich in der Nacht zu Montag, 7. September, ein Großbrand mit akuter Menschengefährdung ereignet haben. Am Dienstagnachmittag bestätigten die Polizei Duisburg und die Staatsanwaltschaft Kleve, Zweigstelle Moers, in einer gemeinsamen Pressemitteilung den Brand in einem siebenstöckigen Mehrfamilienhaus. Insgesamt elf Menschen wurden demnach verletzt. Polizei und Staatsanwaltschaft haben eine Mordkommission eingerichtet.

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Nach bisherigem Stand der Ermittlungen soll ein 55-jähriger Bewohner in seiner im fünften Obergeschoss gelegenen Wohnung vorsätzlich ein Feuer gelegt haben. Aufgrund der starken Brand- und Rauchentwicklung mussten Einsatzkräfte der Feuerwehr insgesamt 77 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Mehrfamilienhaus retten. Anschließend konnte die Feuerwehr die Flammen löschen. Nach umfangreichen Belüftungsmaßnahmen konnten die Einheiten Hauptwache, Stadtmitte, Asberg und Scherpenberg ihren Einsatz nach eigenen Angaben gegen 4 Uhr beenden.

Brand in Moers: Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen versuchten Mordes

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft ferner mitteilen, wurden neben dem 55-Jährigen zehn weitere Personen durch das Brandgeschehen verletzt. Sie seien zur ambulanten Behandlung in Krankenhäuser gekommen. Eine Mordkommission unter Führung des Polizeipräsidiums Duisburg übernahm die weiteren Ermittlungen. Kriminalbeamte sicherten am Brandort Spuren. Zudem wurde ein Brandsachverständiger hinzugezogen.

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Die Staatsanwaltschaft Kleve, Zweigstelle Moers, bewertet die Tat als versuchten Mord. Nach seiner medizinischen Behandlung nahmen Polizeibeamte den 55-Jährigen vorläufig fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft soll er am heutigen Dienstag (8. September) einem Haftrichter des Amtsgerichts Moers vorgeführt werden. „Darüber hinausgehend kann mitgeteilt werden, dass derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Tat mit einem Suizidversuch im Zusammenhang stand. Weitere Auskünfte werden aufgrund der noch andauernden Ermittlungen vorerst nicht erteilt“, erklärt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Hilfe bei Suizidgedanken

Sie selbst haben Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Suizidgedanken – oder kennen jemanden, den eine psychische Erkrankung beschäftigt? Es gibt Hilfe. Professionelle Beratung – rund um die Uhr – bietet unter anderem die Telefonseelsorge unter den Rufnummern (0800) 1110111, (0800) 1110222 und 116 123 oder per Mail und Chat an. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt. Für Kinder und Jugendliche stehen die Nummer gegen Kummer unter 116 111 sowie Online-Angebote wie Krisenchat, Jugendnotmail oder U25 zur Verfügung.