- Diese Geschichte rührte 2025 viele zu Herzen: Die seit Jahren bettlägerige Waltraud Nolden konnte dank des durch Spenden finanzierten Wünschewagens an der Beerdigung ihres Sohnes teilnehmen.
- Dem Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes kommt 2025 der Erlös unserer traditionellen Benefiz-Aktion Jolanthe der WAZ/NRZ-Redaktion zugute – über 20.000 Euro.
- Auch 2026 startet die Mülheimer Redaktion ihre Benefiz-Aktion Jolanthe. Diesmal gehen die Spenden an den neu gegründeten Verein „Hard for Kids“ .
Ihr Sohn wurde nicht älter als 33 Jahre. Ende Oktober wurde Pascal Nolden, nach langwieriger Krankheit und mehreren Operationen, auf dem Duisburger Waldfriedhof beerdigt. Dass seine Mutter Waltraud, die seit Jahren bettlägerig ist, überhaupt an der Beisetzung ihres Sohnes teilnehmen konnte, verdankt sie nicht nur einer herzensguten Nachbarin, sondern auch dem Wünschewagen. Für das besondere Fahrzeug, das rein durch Spenden finanziert wird, sammeln wir als WAZ/NRZ Mülheim in diesem Jahr mit unserer Benefiz-Aktion Jolanthe.
Pascal Nolden starb im Oktober - nach mehreren schweren Operationen, wochenlangem Krankenhausaufenthalt und einem Leidensweg mit Morbus Crohn sowie „einer ganz seltenen Darmerkrankung“, schildert Angelika Kilian, eine enge Bekannte der Familie. „Ich kenne Pascal von klein auf und betreue die Familie schon seit Jahren“, erzählt Kilian, die genau wie die Noldens am Entenfang lebt. Dort, auf dem Dauercampingplatz, hätten viele Pascal gekannt - „er war immer freundlich und hat das Leben geliebt“. Der junge Mann hat dort gearbeitet und geholfen.
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Hilfsbereite Mülheimerin kümmert sich um Familie des kranken Sohnes

Unterstützung bietet auch Angelika Kilian ihren Bekannten. Vieles an Schreibkram erledige sie für Familie Nolden, habe von Pascal Vollmachten gehabt, geholfen, „gerade als er so krank war, da haben ich etwa den Pflegegrad für ihn beantragt“, blickt die 66-Jährige auf die vergangenen Jahre zurück. „Nachdem Pascal von einem Mülheimer Krankenhaus in die Essener Uniklinik verlegt worden war, habe ich seinen Papa immer nach Essen gefahren, weil er keinen Führerschein hat.“
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Dass Pascal gestorben ist, in so jungem Alter, sei ein schwerer Schlag für die Eltern gewesen, die ohnehin „so viel Pech gehabt haben, ihr Häuschen ist beim Hochwasser abgesoffen“. Mutter Waltraud, Anfang 70, sei selbst nach verschiedenen Krankheiten seit 2019 bettlägerig, von einem Schlaganfall habe sie sich nie wieder richtig erholt.
Schnell war klar: Der Wünschewagen fährt Mülheimerin zum Grab ihres Sohnes

„Wir haben hin und her überlegt, wie wir die Mama zum Friedhof bringen können, damit sie bei Pascals Beerdigung dabei sein kann“, schildert Kilian. Zuerst habe sie an ein Großraumtaxi mit Rollstuhl-Beförderung gedacht. „Aber Waltraud kann ja nicht sitzen, sondern nur liegen.“ Die Option schied also aus. „Ich hatte aber auch über den Wünschewagen gelesen und habe direkt Kontakt aufgenommen“, blickt die rührige Mülheimerin zurück. Innerhalb kürzester Zeit sei dann geregelt gewesen, dass es klappt mit dem Wünschewagen.
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So sei Pascals Mutter am Tag der Beerdigung Ende Oktober zum Waldfriedhof nach Duisburg gefahren und schließlich liegend in die Kapelle gebracht worden. „Das hatten wir vorher mit der Pastorin und dem Sterbebegleiter so besprochen.“ Und auch bis zum Grab ihres Sohnes habe der ASB-Wünschewagen Waltraud Nolden an diesem schweren Tag gefahren - „die Betreuung im Wünschewagen war sehr rührend und liebevoll“.

Hätte es den Wünschewagen nicht gegeben, hätte es für die Mutter von Pascal keine Möglichkeit gegeben, sich am Grab von ihrem Sohn zu verabschieden, davon ist Angelika Kilian überzeugt. Und einen positiven Nebeneffekt hat die Mülheimerin zudem beobachtet: „Vielleicht war das auch eine gute Werbung für den Wünschewagen, denn manche Nachbarn vom Entenfang sind ganz neugierig vorbeigekommen und wussten zuerst gar nichts damit anzufangen. Da hab ich viele Fragen beantwortet und erzählt, wie der Einsatz für Pascals Mutter zustande gekommen war.“
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Die alljährliche Benefiz-Aktion Jolanthe von WAZ & NRZ sammelte 2025 Spenden für den Wünschewagen
Damit der ASB-Wünschewagen, der durch Spenden finanziert und ehrenamtlich betrieben wird, weiterhin unterwegs sein kann, haben wir im Jahr 2025 mit unserer traditionellen Benefiz-Aktion Jolanthe der Mülheimer WAZ & NRZ-Redaktion Geld für das Projekt gesammelt. Dank der großzügigen Unterstützung unserer Leserinnen und Leser sind so im Laufe des Jahres über 20.000 Euro für den Wünschewagen zusammengekommen.

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Auch im neuen Jahr möchten wir vonseiten der Redaktion gemeinsam mit unseren Leserinnen und Lesern etwas Gutes tun. Unsere Benefiz-Aktion Jolanthe soll 2026 dem Mülheimer Verein „Hard for Kids“ zugutekommen, der Familien mit schwerstkranken Kindern unterstützt. Hier geht‘s zum Artikel über „Hard for Kids“.

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