Kommunalwahl 2025 in Mülheim: Die Kurzübersicht Heute sind Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen – auch in Mülheim wurde gewählt. Welche Partei holte die Mehrheit im Stadtrat, wer wird neuer Oberbürgermeister in Mülheim ? Unser Newsblog hält Sie über alle Entwicklungen zu den Kommunalwahlen in Mülheim auf dem Laufenden. Die Mülheimerinnen und Mülheimer haben gewählt: Die Wahllokale bei den Kommunalwahlen haben seit 18 Uhr geschlossen, die Ergebnisse liegen mittlerweile komplett vor. Bei der Oberbürgermeisterwahl holte Amtsinhaber Marc Buchholz mit 38,3 Prozent die höchsten Stimmanteile. Mit ihm in die Stichwahl geht am 28. September die SPD-Kandidatin Nadia Khalaf – sie kam auf 28 Prozent der Stimmen. Platz drei erreichte Ulrike Bresa von den Grünen.
Im neuen Stadtrat stellt die CDU die stärkste Fraktion, ihre 30 Prozent bringen der Partei 16 Sitze ein. Dahinter folgt die SPD (25,5 Prozent, 14 Sitze). Die AfD wird mit 15,2 Prozent die drittstärkste Kraft und kommt auf acht Sitze, genauso wie die Grünen, die aber nur 14,2 Prozent der Stimmen erhalten haben. Ebenfalls im Rat vertreten sind laut dem vorläufigen Ergebnis die Linke (2), FDP (2), Die Partei, MBI und WIR (je 1 Sitz).
Wir haben den Wahlabend im Newsblog begleitet, hier können Sie die Entwicklungen nachlesen. Nach und nach bieten wir jetzt Artikel mit ersten Analysen und weiteren Stimmen der Parteien an.
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Auch die vorläufigen amtlichen Ergebnisse der Wahl in den drei Stadtbezirken, für die drei Bezirksvertretungen sind jetzt verkündet:
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Nun steht auch das Ergebnis der Ratswahl fest. Die Stadt hat bereits eine vorläufige Sitzverteilung veröffentlicht.
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Zurückhaltend blieben zuletzt noch CDU-Parteichefin Astrid Timmermann-Fechter und CDU-Fraktionsvorsitzende Christina Küsters hinsichtlich des Ergebnisses zur Ratswahl, da einige Stimmbezirke noch nicht ausgezählt waren. Man schiele noch auf die 30 Prozent, so Küsters. Auch werde spannend sein, ob es noch Richtmandate für ihre Union geben werde, wenn kleinere Wählergemeinschaften den Sprung in den Stadtrat verpassen. Parteichefin Astrid Timmermann-Fechter stellte zufrieden fest, "aus eigener Kraft" klar stärkste Fraktion im neuen Stadtrat zu sein. Auch den gewaltigen Stimmenzuwachs für OB Buchholz hob sie hervor, ebenso die Eroberung manch eines Wahlbezirks. Küsters und Timmermann-Fechter kündigten an, in den kommenden zwei Wochen noch mal "alles geben" zu wollen, zu kämpfen für ihren OB im Rathaus. "Unser Kandidat liegt vorne und hat Erfahrung als OB", sieht Timmermann-Fechter die CDU in der Pole Position.
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Den dritten Platz in der Oberbürgermeister-Wahl hat die Grüne Kandidatin Ulrike Bresa mit 13,48 Prozent und deutlichem Abstand zu Nadia Khalaf (SPD) und Marc Buchholz (CDU) erreicht. 9443 Stimmen sind allerdings auch in absoluten Zahlen weniger als ihr Vorgänger Wilhelm Steitz (10.178 Stimmen, 15,7 Prozent) vor fünf Jahren erzielte. Doch 2020 waren andere Zeiten, besonders für die Grünen. Ulrike Bresa betrachtet das mit sportlicher Fairness: "Der Wähler hat entschieden. Jetzt verabreden sich zwei andere Kandidierenden zur Stichwahl. Es sei ihnen gegönnt."
„ Der Wähler hat entschieden. Jetzt verabreden sich zwei andere Kandidierenden zur Stichwahl. Es sei ihnen gegönnt. “
Ulrike Bresa, OB-Kandidatin Die Grünen Facebook Auf Facebook teilen
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Zum Ende des Wahlabends herrscht größte Zufriedenheit bei der CDU. OB Marc Buchholz hat mehr als 10.000 Stimmen mehr geholt als noch vor fünf Jahren: Am Ende sind es 26.521. Mit 38,4 Prozent der Stimmen distanziert er SPD-Kontrahentin Nadia Khalaf um Weiten. Khalaf kommt nur auf 27,9 Prozent. "Das ist doch mal eine Größenordnung", genießt Buchholz zu späterer Stunde sein Siegerbier. Aber es kommt zur erwarteten Stichwahl. Für Buchholz ist klar, dass es vor dem 28. September noch mal darum gehen wird, die Wähler zu mobilisieren. Der Vorsprung jetzt sei "toll, aber noch kein Ergebnis". Wichtig sei, dass die Bürger sich auch bei der Stichwahl wieder beteiligen. Welche Wähler, die im ersten Wahlgang andere Kandidaten bevorzugt haben, die CDU zusätzlich gewinnen könne, werde sich zeigen, wollte Buchholz sich nicht festlegen und explizit um Wähler von Wettbewerbern werben. "Ich werde von Bürgerinnen und Bürgern gewählt und nicht von Parteien", sagte er. "Wenn der Balkenausschlag in 14 Tagen so ist wie jetzt", so der OB, hätten er und seine CDU "alles auf den Weg gebracht", um Mülheim in den kommenden fünf Jahren gestalten zu können.
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Über seinen vierten Platz bei der OB-Wahl kann sich Jochen Hartmann nicht so recht freuen. Dafür ist das Ergebnis seiner Wählergruppe, dem Bürgerlichen Aufbruch Mülheim, zu enttäuschend. Nur auf 1,91 Prozent kommt der BAMH zum aktuellen Zeitpunkt. "Ich hätte lieber ein schlechteres OB-Ergebnis und dafür ein besseres Ratsergebnis gehabt", so Hartmann. Durch das jetzige Ergebnis wird es wohl nur für ein Ratsmandat reichen, das Frank Wagner bekleiden wird. Hartmann verfehlt damit seine Rückkehr ins Stadtparlament, wird aber wohl in der BV2 sitzen. "Wir hatten schon auf drei Mandate gehofft, jetzt liegen wir knapp unter dem zweiten", fasste der Spitzenkandidat zusammen. Die fehlenden Stimmen verortet er bei den Freien Wählern. "Wenn die nicht angetreten wären, dann wären wir vielleicht bei 2,2 oder 2,3 Prozent", rechnet Hartmann vor. Der Wahlkampf sei eigentlich "mehr als obligatorisch" gewesen. "Die Arbeit mit den Leuten war wunderbar."
Mit seinem Ergebnis als Vierter der OB-Wahl kann der Dümptener hingegen gut leben. "11,2 Prozent in meinem Wahlkreis sind schon eine stolze Zahl"
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Das vorläufige Endergebnis der Oberbürgermeisterwahl steht fest: Marc Buchholz ist der klare Sieger des Abends, Nadia Khalaf geht gegen ihn in die Stichwahl. Platz drei holt Ulrike Bresa von den Grünen.
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5,2 Prozent - FDP-Kandidat Peter Beitz ist schwer enttäuscht. "Das Ergebnis hätte ich auch gehabt, wenn ich keinen Aufwand betrieben hätte", findet Beitz und führt das Ergebnis auch auf den Gesamtzustand seiner Partei zurück. "Aus Berlin kommt null und aus Düsseldorf kommt minus 100. Da muss eine FDP mal insgesamt über sich nachdenken", spricht der Mülheimer Klartext. Für eines habe sich der Aufwand vor Ort aber doch gelohnt: "Innerhalb der FDP-Familie sind wir wieder mal die besten."
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Im linken Saal des Schilderhauses diskutiert die Linke eifrig ihr Ergebnis ("Wir sind zufrieden"). Im rechten Saal hat Die Partei von der Wahlberichterstattung umgeschaltet auf die Live-Übertragung eines Basketballspiels. "Für mich war der Abend gelaufen, als klar wurde, wie viele Mülheimer die AfD wählen. Die zwei Prozent hätte ich schon verkraftet, aber das geht gar nicht", resümiert Spitzenkandidat Dominik Meßink.
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Freude bei der SPD! Der 20 Jahre alte Samuel Bielak gewinnt das Ratsmandat in Mellinghofen – mit knapp 100 Stimmen Vorsprung vor Armend Plana von der CDU. Parteichef Rodion Bakum gratuliert.
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Ein Wermutstropfen für die CDU, eine selten gewordene Erfolgsmeldung für die SPD: Sie verliert das Ratsmandat in Winkhausen wieder an die SPD. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen holt Astrid Stieren den Wahlbezirk zurück zur SPD. Daniel Seth (CDU) hat das Nachsehen. Bei einem Ergebnis von 28,7 zu 28,6 Prozent.
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Ein Wahlbezirk, den die CDU knapp gehalten hat, ist Heißen-Ost. Er geht mit 26,8 Prozent an die Union und ihre Kandidatin Linda Susi Schäfer. Die SPD landet knapp dahinter mit ihrem Kandidaten, dem Ex-Linken Marc Scheffler (25,5 Prozent). Während CDU und SPD hier Zugewinne haben, stürzen die Grünen mit ihrem Kandidaten Oliver Linsel dort von 23,4 auf nur noch 15,1 Prozent ab.
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Noch ein strahlender Gewinner bei der CDU: Jan Paul Stegemann kann als Kandidat in Holthausen-Nord satte Gewinne einfahren und zieht erstmals das Mandat für den Stadtrat. Stegemann (30, selbstständiger Versicherungskaufmann) holt 34,7 Prozent im Wahlbezirk, auf Platz 2 landet die SPD mit ihrer Kandidatin Angela Rüter (20,2 Prozent). Die Grünen, die 2020 das Wahlbezirksmandat gewonnen hatten, stürzen mit Kandidatin Lea Franz kräftig ab: nur noch 18,5 Prozent. Vor fünf Jahren waren es fast zehn Prozentpunkte mehr. CDU-Wahlsieger Stegemann sieht seinen Erfolg darin, dass die CDU vor Ort mit vielen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch gekommen sei, deren Themen ernst genommen habe, so etwa den Hochwasserschutz im Rumbachtal. Man habe sicher auch profitiert von OB Marc Buchholz. Stegemann freut sich, vom Bezirksvertreter zum Stadtrat aufzusteigen. "Jetzt übergreifende Themen anzugehen, ist eine spannende Herausforderung."
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"Wird wohl nichts mit den acht Prozent" muss FDP-Kandidat Peter Beitz bei der fortlaufenden Auszählung der Stimmbezirke feststellen. Aktuell liegt der Liberale sogar nur bei 5,16 Prozent und damit nur auf Platz fünf von sieben. Der vierte Rang hinter Marc Buchholz (CDU), Nadia Khalaf (SPD) und Ulrike Bresa (Grüne) dürfte nach jetzigem Stand an Jochen Hartmann gehen. Der Spitzenmann des Bürgerlichen Aufbruchs (BAMH) steht nach 146 von 153 ausgezählten Bezirken bei 6,11 Prozentpunkten. In Dümpten-Nordost kam Hartmann sogar auf starke 11,2 Prozent.
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