Jürgen Skotschke spricht von „Paketen voller Hoffnung, die wir in die Ukraine schicken“. Der Vorsitzende, der seit 1992 ehrenamtlich aktiv ist für die Initiative Tschernobyl-Kinder, und seine Stellvertreterin Doris Nürnberger staunen immer wieder über die „anhaltende und ungebrochen hohe Spendenbereitschaft“, die sie im Vorfeld ihres Hilfstransportes immer wieder erleben. Sie und ihre Unterstützer „wollen machen, was machbar ist.“

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Elf Tonnen Hilfsgüter gehen von Mülheim aus in die Ukraine
Skotschke, Nürnberger und 13 weitere Mitglieder haben aber auch kräftig Klinken geputzt und so zum Beispiel Bettdecken, Rollstühle, Rollatoren, Geräte für die Rehabilitation verletzter Kinder, Sportgeräte, Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel in ihrem Heißener Materiallager zusammengetragen. Auch die Berufsfeuerwehr und Mitarbeitende aus dem Rathaus haben sich bei der logistischen Koordination des Hilfstransportes eingebracht. Die beiden Mülheimer Krankenhäuser, Unternehmen, Kindertagesstätten, Schulen, Familien und Einzelpersonen haben so elf Tonnen Hilfsgüter zusammengebracht.
„Für die 940 Kilometer lange Strecke in unsere polnische Partnerstadt Opole werden wir etwa zwölf Stunden brauchen und, wenn alles gut geht, am Sonntagmittag wieder in Mülheim sein“, erklärten die beiden Lkw-Fahrer Bert Abel und Norbert Todt von der Dekra, ehe sie am vergangenen Freitagmorgen mit einem von der Spedition Velot Transporte an der Hauptfeuerwache starten.
In Ivano-Frankivsk leben derzeit rund 40.000 Binnenflüchtlinge der Ukraine

„Das ist ein ehrenamtliches Engagement, das in unserer Stadt und weit darüber hinaus wirkt und uns zeigt, wie viel Zusammenhalt, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft in der Mülheimer Stadtgemeinschaft steckt“, lobte Oberbürgermeister Marc Buchholz, selbst seit vier Jahren Mitglied der Tschernobyl-Initiative, den Einsatz des 1992 von Dagmar van Emmerich gegründeten gemeinnützigen Vereins. Dabei wies er auf den kalendarischen Zufall hin, dass der Transport, dessen Hilfsgüter in Opole von Mitarbeitenden der westukrainischen Partner- und Cousinenstadt Ivano-Frankivsk abgeholt und dort in Krankenhäuser, Kindertagesstätten, Waisenhäusern und Pflegeheimen verteilt wird, am 5. Dezember und damit am Tag des Ehrenamtes auf die Reise geschickt worden ist.
„In Ivano-Frankivsk leben derzeit rund 238.000 Einwohner und rund 40.000 Binnenflüchtlinge, die durch den 2022 begonnen russischen Angriffskrieg aus ihren ukrainischen Heimatstädten vertrieben worden sind“, weiß Sozialdezernentin Daniela Grobe aus Videokonferenzen mit ihren Verwaltungskollegen in der westukrainischen Cousinenstadt zu berichten.
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Jürgen Skotschke und Doris Nürnberger machen in diesem Zusammenhang deutlich, dass die Tschernobyl-Initiative (tschernobyl-kinder.info) den Kontakt zu ihren langjährig bewährten Projektpartnern in Weißrussland aufrechthält, auch wenn sie ihre Hilfstransporte seit dem Beginn des von Weißrussland unterstützten russischen Angriffskrieges nach Polen und in die Westukraine umleitet.







