Bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende ist für Unternehmen ein wichtiger Faktor, um Nachwuchskräfte für sich zu gewinnen. Das hat die Ausbildungsumfrage der Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) ergeben, an der sich kürzlich über 120 Unternehmen aus Mülheim, Essen und Oberhausen beteiligt haben. Auch Stärken und Schwächen des Personalnachwuchses waren darin ein Thema.

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Fast die Hälfte der befragten Betriebe wünscht sich bessere Informationen und einen vereinfachten Zugang zu finanziellen Hilfen für Auszubildende wie Berufsausbildungsbeihilfe, Kindergeld oder Wohngeld. 36 Prozent befürworten Programme zur Vermittlung von Wohnraum für Auszubildende, knapp ein Drittel plädiert für eine Erhöhung der finanziellen Hilfen.

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Bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende soll Fachkräftemangel mindern

„Der Kampf gegen den Fachkräftemangel beginnt mit guter Bildung. Die Kommunen sind verantwortlich, gute Voraussetzungen dafür zu schaffen. Ein Faktor, der häufig unterschätzt wird, ist bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende. Hier sehen wir hohen Nachholbedarf“, sagt der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Benedict Kerbstadt und betont: „Wer frühzeitig in die Gewinnung, Qualifizierung und Bindung von Fachkräften investiert, handelt vorausschauend – zum Vorteil der Betriebe und des Wirtschaftsstandorts insgesamt.“

Der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Benedict Kerbstadt.
Der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Benedict Kerbstadt.© Eventfotograf.in | Eventfotograf.in

Die Umfrage erfasste auch die fachlichen Qualifikationen des Ausbildungsnachwuchses. Als Stärken nannten die Unternehmen etwa IT- und Medienkenntnisse, Teamfähigkeit, Umgangsformen sowie Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. Steigerungspotenzial sehen sie hingegen bei mentaler Leistungsfähigkeit, dem Ausdrucksvermögen und der Belastbarkeit.

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Unternehmen zeigen sich mit aktueller Geschäftslage mehrheitlich zufrieden

„Betriebe und Auszubildende können enorm voneinander profitieren. Umso wichtiger ist, dass beide Seiten Engagement zeigen. Denn: Wer heute nicht ausbildet, steht morgen ohne Fachkräfte da“, so Kerbstadt.

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Mit ihrer aktuellen Geschäftslage zeigt sich ein Großteil der befragten Unternehmen laut IHK zufrieden: Jeweils mehr als ein Drittel bewertet sie als „gut“ oder „befriedigend“. Jeder vierte Betrieb sieht zudem demnach eine gute wirtschaftliche Entwicklung.