Wegen des Niedrigwassers in Rhein und Ruhr hat sich die Konzentration eines Medikamenten-Rückstands jetzt deutlich erhöht. Für die Ruhr in Mülheim hat das Landesumweltamt am Donnerstagnachmittag sogar eine Warnmeldung herausgegeben: Der Blutdrucksenker Candesartan überschritt dort mit 0,67 Mikrogramm pro Liter die Meldeschwelle von 0,3 Mikrogramm um mehr als das Doppelte, hieß es.

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Die Warnung richte sich vor allem an Trinkwasserversorger, die aus dem Uferfiltrat der Flüsse Trinkwasser gewinnen. Sie sollen Schutzmaßnahmen ergreifen können. Der Wirkstoff werde in Deutschland offiziell als stark wassergefährdend eingestuft.
Medikament gelangt über Kläranlagen in die Flüsse
Das Medikament, das über die Kläranlagen in die Flüsse gelangt sei, ist laut Landesumweltamt gefährlich für Wasser-Ökosysteme. Von dem Stoff gehe eine chronische Giftigkeit für Wasserorganismen wie Fische aus. Er sei auch sehr schädlich für Wasserflöhe und andere wirbellose Organismen im Wasser und hemme das Algenwachstum.
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Das weitverbreitete Medikament gelangt vor allem über Kläranlagen in die Flüsse, die über keine vierte Klärstufe verfügen. Bereits am Montag war für den gleichen Stoff auch ein Sofortbericht für den Rhein erschienen. Die dort gemessenen Konzentrationen lagen aber unter denen der Ruhr, heißt es.
dpa






