In den Straßen rund um die Neue Mitte wird es jetzt wieder voller: Der Weihnachtsmarkt am Centro Oberhausen hat begonnen, und damit die Besucherströme auf den umliegenden Straßen. Der Verkehrsbetrieb Stoag setzt auf die autofreie Trasse und verstärkt dort die Fahrten. An anderer Stelle fallen deshalb Fahrten weg. Betroffen ist zum Beispiel die Linie 957 nach Borbeck. Das regt die CDU Oberhausen auf. „Diese Entscheidung ist unglaublich und bedeutet eine erhebliche Einschränkung für die Bürgerinnen und Bürger in Oberhausen-Borbeck“, wird die CDU-Stadtverordnete für Borbeck, Gundula Hausmann-Peters, in einer Mitteilung von Dienstag (18. November) zitiert.
Die Menschen in Borbeck, insbesondere die vielen Älteren, die vermehrt auf den ÖPNV angewiesen sind, würden so in unzumutbarer Weise in ihrer Mobilität eingeschränkt.
Gundula Hausmann-Peters, CDU-Stadtverordnete für Borbeck
Die Politikerin ist empört: „Wir haben wiederholt auf die Stausituation auf der Ripshorster Straße und die damit verbundenen Verspätungen beziehungsweise Ausfälle der Linie 957 hingewiesen. Dass die Stoag jetzt jedoch eine solche ‚Lösung‘ in Betracht zieht, ist aus unserer Sicht auf keinen Fall akzeptabel.“ Die CDU hatte in der Vergangenheit eine Anbindung der Ripshorster Straße an den Brammenring ins Spiel gebracht. Sie moniert die „katastrophale“ Verkehrslage. Die Menschen stünden ständig im Stau. Verschärft werde die Lage durch die marode Kanalbrücke an der Einbleckstraße.
CDU Oberhausen mit deutlicher Kritik: Stoag äußert sich
Jetzt soll auch noch eine Linie wegfallen. Der Bus 957 lässt die Umfahrung in Oberhausen-Borbeck aus. Ersatzweise werden dort samstags und sonntags zwischen Haus Ripshorst und Aquapark Pendelbusse eingesetzt. Nicht akzeptabel, findet Hausmann-Peters: Zum einen ist die Haltestelle Haus Ripshorst für viele Borbecker Bürgerinnen und Bürger fußläufig gar nicht erreichbar und zum anderen würde dieser Pendelbus ja ebenso im Stau stehen - wie die eigentliche Linie 957. Darüber hinaus wäre ein zusätzlicher Umstieg zur Weiterfahrt notwendig. Die Menschen in Borbeck, insbesondere die vielen Älteren, die vermehrt auf den ÖPNV angewiesen sind, würden so in unzumutbarer Weise in ihrer Mobilität eingeschränkt.“
Die Stoag reagiert auf die Kritik. In einem Statement an diese Redaktion. Der Linienweg werde samstags und sonntags zwischen 13 und 20 Uhr „genau dann angepasst wird, wenn es in der Vorweihnachtszeit zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen und damit zu einem etwaigen Staugeschehen kommt“, so eine Sprecherin. „Uns ist wichtig zu betonen, dass es zu Einschränkungen kommen kann, ein ,Abhängen‘ des Stadtteils Borbeck allerdings durch das Einsetzen des Pendelbusses vermieden wird.“ Die Linie fahre zwischen den Haltestellen Arminstraße und Elektrostahlwerk dann direkt über die Osterfelder Straße. „Wir erzielen damit eine weniger stauanfällige Verbindung.“ Mit der Umleitung und dem zusätzlichen Pendelbus würde die Stoag sicherstellen, „dass alle wichtigen Ziele weiterhin erreichbar bleiben“.
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Die CDU schlägt vor, die Streckenführung der Linie 957 in Fahrtrichtung Alt-Oberhausen über die Ripshorster Brücke und Hausmannsfeld in Richtung Essener Straße zu ändern, wo sie dann ab der Kreuzung Osterfelder Straße wieder auf die ursprüngliche Streckenführung treffen würde.





