Kürzlich hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wieder einmal über den gesellschaftlichen Zusammenhalt gesprochen. Steinmeier hatte Bürger zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes zu einer Kaffeetafel in den Garten des Schloss Bellevue geladen.
„Sprechen wir mit Menschen, die anderer Meinung sind“, appellierte er an die Gäste. Das ist sein Mantra, der rote Faden seiner Präsidentschaft. Immer wieder, fast flehentlich, fordert der Bundespräsident den gesellschaftlichen Gemeinsinn ein. Er benennt die Bedrohungen des Zusammenhaltes, die Rohheit und die Wut, die insbesondere im Internet die Debatten vergiften. Er weiß: Der demokratische, zivilisatorische Firnis ist brüchig.

