In der großen EenVandaag-Wahldebatte, einer Sendung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks „AvroTros“, hat PVV-Parteichef Geert Wilders am Montagabend (27. Oktober) mit einer provokanten Aussage über Entwicklungshilfe für Empörung gesorgt. Vor laufenden Kameras sagte er, man könne die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel auf null senken, um Menschen mit geringem Einkommen zu entlasten – und dies durch die Streichung der Entwicklungshilfe finanzieren.
Wörtlich erklärte Wilders: „Dann sind sie in Afrika vielleicht etwas hungriger, aber hier nicht.“ Die Bemerkung fiel, nachdem Moderatorin Suzanne Bosman gefragt hatte, wie Menschen mit kleinem Geldbeutel unterstützt werden könnten, sollte er Teil der kommenden Regierung sein. Wilders argumentierte, viele Niederländerinnen und Niederländer hätten Schwierigkeiten, ihre Einkäufe zu bezahlen, und verwies auf steigende Lebenshaltungskosten.
Die Bemerkung sorgte unmittelbar nach ihrer Äußerung für ein hörbares Raunen im Publikum – Wilders selbst hatte dabei ein leichtes Lächeln auf den Lippen. Kurz danach begann das Video der TV-Debatte in den sozialen Medien zu kursieren und erlangte dort große Aufmerksamkeit.
Wilders und seine PVV sorgten im Wahlkampf immer wieder für Schlagzeilen
An der Debatte in der Ahoy-Arena in Rotterdam nahmen neben Wilders auch Dilan Yeşilgöz (VVD), Frans Timmermans (GroenLinks-PvdA), Rob Jetten (D66), Henri Bontenbal (CDA) und Joost Eerdmans (JA21) teil – zwei Tage vor der Parlamentswahl.
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Nachdem Geert Wilders den Bruch der letzten Koalition ausgelöst hatte, weil in der Asylpolitik keine Einigung erzielt werden konnte, gerieten er und seine Partei auch im Wahlkampf zur aktuellen Parlamentswahl immer wieder in die Schlagzeilen. Zuletzt sorgten zwei Abgeordnete seiner Partei PVV für Aufsehen, als sie auf Facebook KI-generierte Bilder von Spitzenkandidat Frans Timmermans verbreiteten.
In den Niederlanden wird am Mittwoch (29. Oktober) ein neues Parlament gewählt, die Wahllokale sind landesweit noch bis 21 Uhr geöffnet.




