Mit jeder neuen Statistik zu Unfällen mit E-Scootern werden die Forderungen nach verpflichtenden Verkehrsschulungen oder gleich einem Führerschein laut. Bei Statistiken zu Radfahrern ist es kaum anders. Zusätzlichen Ärger ziehen die kleinen Cityflitzer dadurch auf sich, dass einige Nutzer sie noch immer quer auf Gehwegen abstellen. Lästig ist es, aber dagegen hilft auch kein Führerschein. Die Probleme rund um E-Scooter sind nicht mit bürokratischen Hürden wie einer Fahrprüfung zu lösen.
Autofahrer beweisen: Ein Führerschein verhindert keine Fahrverstöße
Führt man eine verpflichtende Verkehrsausbildung oder einen Führerschein ein, würde gerade die Einfachheit der Nutzung wegfallen. Denn das würde sicher viele Nutzer von Leihfahrzeugen abschrecken. Vor allem, weil Führerscheine Geld kosten. Alleine für den geforderten Mofa-Führerschein muss man mehrere Hundert Euro hinblättern.
Zudem würde diese Maßnahme das eigentliche Problem nicht lösen. Denn viele Unfälle passieren, wenn Alkohol oder Drogen im Spiel sind. Das würde sich kaum ändern, wenn man einen Führerschein braucht. Denn schließlich fahren auch manche Autofahrer leichtsinnig unter Alkoholeinfluss. Auch das gemeinsame Fahren auf einem Fahrzeug ist bereits verboten.
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Strafen statt Bürokratie: Bußgelder müssen wehtun
Hier könnten empfindlichere Bußgelder viel mehr Wirkung zeigen. Die Bundesregierung will diese auf 25 Euro für gemeinsames Fahren und das Fahren auf Gehwegen erhöhen. Ich meine, das reicht nicht. Es sollte schon wehtun und wenn zwei 15-Jährige zu zweit auf dem E-Scooter herumdüsen, dann darf das Taschengeld auch gerne mal komplett an die Polizei gehen.
Um diesen Zahltag zu verhindern, sollte Jugendlichen am besten schon in der Schule beigebracht werden, wie man richtig mit den E-Scootern unterwegs ist. Fahrradschulungen gibt es schließlich auch schon früh. Grundkenntnisse und härtere Strafen wären wirkungsvoller gegen die Unfallzahlen als bürokratische Hürden.




