Bei Winfried Derksen ist eigentlich alles vorbereitet, jetzt heißt es nur noch warten. Mit den ersten frühlingshaften Tagen rückt auch der Start der Spargelsaison am Niederrhein näher. In den vergangenen Wochen habe das Wetter mit viel Sonne und Temperaturen bis zu 20 Grad gut mitgespielt, sagt der Spargelbauer aus Emmerich-Elten.
Für viele gehört das beliebte Gemüse zum Osterfest wie die Eiersuche. Doch in diesem Jahr liegt Ostern früher als im Vorjahr. Reicht die Zeit also für eine rechtzeitige Ernte? Derksen zeigt sich optimistisch: „Wir gehen davon aus, dass es Ende März den ersten Spargel geben wird.“ Damit könnten Spargelliebhaber tatsächlich schon rund um die Feiertage fündig werden.
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Spargelsaison am Niederrhein: Hoffnung auf Start zu Ostern
Ähnlich klingt es in Walbeck, einer der bekanntesten Spargelregionen am Niederrhein. Michael Allofs vom Spargelhof Allofs rechnet ebenfalls mit einem pünktlichen Start: „Den ersten Spargel wird es zu Ostern bestimmt geben. Aber wie viel, das können wir noch nicht sagen.“
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Auch beim benachbarten Spargelhof Janßen blickt man vorsichtig zuversichtlich auf die kommenden Wochen. Bleibt das Wetter weiterhin sonnig, könne die Ernte bald beginnen, so Anita Janßen. Für den Betrieb war die vergangene Saison allerdings nicht nur von einer guten Ernte geprägt. Nach einer zunächst erfolgreichen Ausbeute kam die böse Überraschung: Über Nacht wurde eines der Felder komplett leer geräumt. Rund 250 Kilogramm Spargel wurden einfach abgeerntet. Die Familie geht davon aus, dass professionelle Diebe am Werk waren. Für die kommende Saison will man deshalb wieder verstärkt auf Überwachungskameras setzen.

Während viele Höfe auf die frühe Ernte hoffen, bleibt Robert Bossmann aus Monheim-Baumberg vorsichtig. Der Spargelbauer betreibt auch Verkaufsstände in Düsseldorf und rechnet erst Mitte April mit den ersten Stangen. Der Grund dafür liegt im Boden. „Wie früh der Spargel wächst, hängt davon ab, auf welchem Boden er steht.“ Leichte Böden erwärmten sich schneller, schwere Böden dagegen langsamer. Sein Spargel wachse auf schwerem Boden.
Spargelpreise zu Ostern: „Wird wahrscheinlich so liegen wie im vergangenen Jahr“

Bei der Preisfrage bleiben die Spargelbauern zurückhaltend. „Er wird wahrscheinlich so liegen wie im vergangenen Jahr“, sagt Derksen. Laut Statistischem Bundesamt lag der Durchschnittspreis für Spargel in Deutschland 2025 bei rund 4,50 Euro pro Kilo, deutlich mehr als noch 2020, als das Gemüse etwa 35 Prozent günstiger war.
Im Verkauf hängt der Preis jedoch stark von Qualität und Angebot ab. Michael Allofs rechnet mit etwa zehn bis zwanzig Euro pro Kilogramm, je nach Sortierung. Gleichzeitig kämpften die Betriebe mit steigenden Kosten für Personal, „und auch die hohen Spritpreise gehen an uns nicht vorüber“, sagt Anita Janßen. Gerade zu Beginn der Saison sei der Spargel meist teurer: „Wenn später mehr geerntet wird, sinken die Preise wieder. Am Ende bestimmen Angebot und Nachfrage.“





