Zugegeben: NRZ-Wandertage waren in der Vergangenheit auch schon mal sonniger. Zahlreiche leidenschaftliche Wanderinnen und Wanderer ließen sich aber auch vom gelegentlichen Regenschauer nicht unterkriegen. Und wie sagt man so schön? Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Treue Wanderfans wissen das natürlich, das Motto des Tages war also: Kapuze auf und ab auf den Pfad!
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Schon zum 54. Mal lud die NRZ an Christi Himmelfahrt zum Wandertag am Baldeneysee in Essen ein. Zwischen drei verschiedenen Wanderrouten konnten Wanderfreunde wählen. In 10, 18 oder 20 Kilometern ging es durch die sattgrüne Landschaft entlang des Sees.
Der 54. NRZ-Wandertag lockte viele neue und alte Gesichter an
Mit dabei: der Essener Heiko. Er ist mittlerweile ein echtes Wandertag-Urgestein. „Ich bin schon seit 1994 dabei. Und es macht immer wieder Spaß“, erzählt der 51-Jährige. Seine vielen Wanderpässe aus den vergangenen Jahren trägt er stolz bei sich. „Es tut einfach gut, etwas in der Natur zu sein. Und man sieht auch immer ein paar bekannte Gesichter.“

Auch die Kamp-Lintforterin Monika hat schon viele NRZ-Wandertage hinter sich. Was ihr an der Veranstaltung am meisten gefällt: „Man kann sich nicht verlaufen, weil alles gut ausgeschildert ist. Und man kann spontan entscheiden, wie lange man laufen möchte.“
Dieses Jahr hat sich die 50-Jährige für die 10 Kilometer lange Runde entschieden. „Das hört sich wenig an, aber es war ganz schön hügelig da oben“, scherzt sie. Der gelegentliche Regen habe die langjährige NRZ-Leserin auf dem Weg nicht gestört: „Ich hatte Glück. Immer wenn es geregnet hat, stand ich gerade irgendwo gut unter.“
Es gab aber auch einige ganz neue Gesichter auf den Wanderpfaden des Baldeneysees. So etwa die Düsseldorferin Astrid, die dieses Jahr das erste Mal dabei war. „Ich bewege mich gerne, bin jetzt aber lange nicht mehr gelaufen. Da dachte ich mir: Das ist meine Chance“, sagt die 77-Jährige.
Die Hunderunde war auch dieses Jahr ein voller Erfolg

Auf die Pfoten, fertig, los: Auch die nun schon zum dritten Mal veranstaltete Hunderunde zog wieder einige wanderbegeisterte Vier- und Zweibeiner an. Ein kleiner Wermutstropfen: Die Familienwanderung für die kleinsten Wanderfreunde musste dieses Jahr leider krankheitsbedingt ausfallen. Kinder konnten sich dafür aber in verschiedenen Geschicklichkeitsspielen probieren, ein Glitzertattoo abholen und das Checky-Maskottchen treffen.
Regen und Sonnenschein im Wechsel
Erschöpfte Wanderinnen und Wanderer konnten sich im Anschluss über ein buntes Rahmenprogramm freuen, zum Beispiel mit den „Blauen Jungs“ aus Herne oder dem Kinderchor aus Essen-Steele.
Und da sich Regenschauer und strahlende Sonne den ganzen Nachmittag über im stürmischen Duett zeigten, wanderten die Besucherinnen und Besucher auch nach erfolgreichem Einlauf ins Ziel einfach weiter: von den Bänken unter die schützenden Pavillons – und gleich wieder zurück.
Die Bilder vom NRZ-Wandertag
Julia Jacob gratuliert der NRZ zum 80. Geburtstag
„Die Eisheiligen machen ihrem Namen alle Ehre“, scherzte NRZ-Herausgeber Heinrich Meyer, als er die Veranstaltung gemeinsam mit Essens Bürgermeisterin Julia Jacob (CDU) eröffnete. „Ich freue mich, dass viele Menschen zusammengekommen sind und dem Wetter heute trotzen“, sagte Bürgermeisterin Julia Jacob, „das ist ja immerhin Tradition.“
Zu feiern gab es nicht nur die gemeinsame Freude am Wandern, sondern auch den 80. Geburtstag der NRZ. Anlässlich dessen erinnerte Heinrich Meyer auch an Zeitungsgründer Dietrich Oppenberg, der 1946 als politisch Verfolgter des Nazi-Regimes die Lizenz für die Publikation der NRZ erhielt.

Bürgermeisterin betont große Bedeutung des Lokaljournalismus
„Es ist in den heutigen Zeiten wichtiger denn je, für Demokratie und Pressefreiheit einzutreten“, betonte Bürgermeisterin Julia Jacob. „In Zeiten, in denen sich Medien verändern und KI ins Leben tritt, ist es für unsere Bürgerinnen und Bürger wichtig, einen starken Lokaljournalismus vor Ort zu haben.“
Olaf Henning, Bernhard Brink und Joey Kelly beim NRZ-Wandertag

Er war schon Radfahren bei minus 35 Grad Celsius, lief einen 250 Kilometer langen Ultramarathon durch die Wüste und überlebte tagelang bei „7 vs. wild“ in der Wildnis: Kein Wunder, dass ein wenig Regen den Sportler und Weltenbummler Joey Kelly nicht aus der Ruhe bringen konnte. Bei einem Meet-and-Greet, ermöglicht durch die Wohnbau eG, kam er mit vielen Besuchern ins Gespräch und machte Fotos. Was ihn am Wandern reizt? „Wandern ist etwas sehr Gesundes und eine tolle Bewegungsmöglichkeit“, so der 53-Jährige.
Joey Kelly blieb dabei nicht die einzige Prominenz, die ihren Weg zum 54. NRZ-Wandertag fand. Die Schlagerstars Bernhard Brink und Olaf Henning sorgten mit neuen und alten Hits für eine ausgelassene Stimmung am Baldeneysee.










































