- Prinzessin Sofia fehlt beim Nobelpreis-Bankett in Stockholm
- Zuvor sorgten ihre früheren Verbindungen zu Jeffrey Epstein für Schlagzeilen
- Wer ist die Ehefrau von Prinz Carl Philip? Alle Infos im Überblick
Der Mittwoch stand in Schweden ganz im Zeichen der Vergabe der Nobelpreise. Der König war zu sehen, die Königin – doch deren Schwiegertochter fehlte: Prinzessin Sofia, Ehefrau von Prinz Carl Philip, wurde beim Nobelpreis-Bankett in Stockholm nicht gesichtet, wobei sie sonst stets für royale Strahlkraft sorgte. Es hieß, sie sei zu Hause geblieben. Zuvor waren neue Enthüllungen zu ihrer früheren Nähe zum verurteilten Straftäter Jeffrey Epstein öffentlich gemacht worden.

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Der schwedische Hof musste gegenüber der überregionalen Zeitung „Dagens Nyheter“, die über die Enthüllungen berichtete, einräumen: „Prinzessin Sofia hat die betreffende Person vor etwa 20 Jahren ein paar Mal getroffen. Sie wurde der betreffenden Person um das Jahr 2005 herum einige Male vorgestellt.“
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König Carl Gustav XVI. und seine Gattin Königin Silvia sind beim Volk sehr beliebt, besuchen regelmäßig soziale Einrichtungen und sind viel unterwegs, um dem Volk so nah wie möglich zu sein – mit Erfolg. Auch die Töchter, Kronprinzessin Victoria und Prinzessin Madeleine, erfahren immer wieder Zustimmung vom Volk, genauso wie Sohn Carl Philip.
Um Carl Phililps Ehefrau jeddoch gab es einst einen mittelprächtigen „Skandal“. Denn: Sofia, geborene Hellqvist, startete ihre berufliche Laufbahn als Bikini-Model – eine Tätigkeit, über die auch am Hofe getuschelt wurde. Im Zuge dieser Laufbahn entstand auch das ein oder andere Foto, das im Nachgang für Ärger sorgte.
Sofia von Schweden: Von Buchhalterin zur Prinzessin
Der Weg zur Prinzessin war für Sofia von vielen Zufällen geprägt. Die heute 40-Jährige, die jüngst Geburtstag feierte, wuchs in Älvdalen auf, einem kleinen Ort in der Region Dalarna, die vor allem für bunt bemalte Holzpferdchen bekannt ist. Dort verbrachte Sofia eine ruhige Kindheit. Sie besuchte die ansässige Montessori-Schule und schlug im Gymnasium eine künstlerisch-musikalische Richtung ein. Um sich das Taschengeld aufzubessern, jobbte sie in verschiedenen Einrichtungen als Kellnerin, wie der schwedische Hof berichtet.
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Während dieser Zeit reiste sie immer wieder nach Afrika, um in verschiedenen sozialen Projekte Freiwilligenarbeit zu leisten. Dieser sozialen Ader geht sie im Zuge ihrer royalen Pflichten auch heute noch nach und engagiert sich in verschiedenen sozialen Projekten. Die Prinzessin setzt sich unter anderem für die „Prinz Carl Philip and Princess Sofia‘“-Stiftung ein, die sich unter anderem mit dem sichereren Umgang von Jugendlichen in der digitalen Welt und Leseschwäche einsetzt.
Fürs Studium jedoch wollte die zukünftige Prinzessin wohl einfach nur weg aus dem beschaulichen Schweden. Sie verabschiedete sich gen USA und studierte am New York Institut of English and Business Buchhaltung und Wirtschaftsentwicklung. Um das doch eher trockene Studium etwas aufzulockern, absolvierte die sportlich sehr aktive Sofia parallel eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin.
Carl Philip und Sofia fanden beim Tennis zueinander
Bei einem Besuch in der Heimat traf Sofia dann erstmals auf ihre große Liebe Carl Philip, den stattlichen Prinzen aus dem schwedischen Königshaus. Wie genau die beiden sich kennenlernten, ist nicht offiziell bekannt, die Gerüchteküche zu jener Zeit brodelte allerdings. War es in einem Nachtclub, oder durch gemeinsame Freunde? All der Spekulation schob Sofia im vergangenen Jahr einen endgültigen Riegel vor.

In einem Interview mit der skandinavischen Ausgabe des Magazins „Vogue“ erklärte sie, dass sie Carl Philip im Jahr 2009 bei einem Tennis-Wochenende in Båstad kennengelernt habe, einem beschaulichen Örtchen an der Westküste Schwedens, der schon seit 200 Jahren als Badekurort genutzt wird. Heute ist die Region vor allem für Fahrradtouren und Wanderausflüge bekannt. Es gibt wohl deutlich weniger romantische Orte für das erste Kennenlernen.
In einem Restaurant suchte sich dann das Schicksal seinen Weg: Carl Philip lud seine Sofia und ein paar ihrer Freundinnen an seinen Tisch ein – der Rest ist Geschichte. „Er sah sehr bescheiden aus. Er hatte seine großen, braunen, sehr, sehr freundlichen Augen. Ich spürte, wie etwas aufblitzte, dachte aber auch: ‚So geht es allen Mädchen, wenn sie ihn treffen‘“, so Sofia im „Vogue“-Interview.
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Doch Sofia war nicht wie alle anderen, die beiden wurden ein Paar. Im Jahr 2010 bestätigte der schwedische Hof dann, dass Carl Philip und Sofia in einer Beziehung seien. Ein Jahr später bezogen die beiden gemeinsam eine Villa im exklusiven Stockholmer Stadtteil Djurgården, bekannt für seine weitläufige Natur und den sensationellen Blick aufs Wasser.
Sofias Vergangenheit als Bikini-Model sorgte für Wirbel
Dass man als Freundin eines Prinzen sehr im Fokus der Öffentlichkeit steht, musste Sofia am eigenen Leib erfahren. Schon lange bevor sie ihren Prinzen traf, arbeitete sie als Model. Und wie es in der Modebranche üblich ist, entstanden in dieser Zeit auch verschiedenste Porträt-Fotos, in denen die Prinzessin leicht bekleidet in Bikini-Mode zu sehen ist. Die bürgerliche Sofia, zu „prollig“ für eine Prinzessin?
Sofia nahm auch an einem Foto-Shooting des schwedischen Männermagazins „Slitz“ teil. Bilder, die nach Bekanntwerden der Beziehung zum Prinzen von den Boulevard-Blättern vielfach abgedruckt wurden. Auch Sofias Auftritt in der schwedischen TV-Show „Paradise Hotel“, in der die Teilnehmer laut Ankündigung des Senders TV4 „die große Liebe suchten“, sorgte zunächst für Wirbel. Sehr zum Ärger des schwedischen Königshauses. Die damalige Pressechefin des Hofes, Nina Eldh, sagte in einem Interview mit der Tageszeitung „Expressen“: „Es ist bedauernswert, dass das frühere Leben einer jungen Frau so ausgeschlachtet wird und ihre Beziehung zum Prinzen so ausgenutzt wird.“

Aufregung über Tattoos: Prinzessin übte leisten Protest
Auch an Sofias Tattoos wurde immer wieder Anstoß genommen. Die Prinzessin hat gleich drei davon: Eine Sonne auf dem Rücken, einen Schriftzug mit den Initialen ihrer Familienmitglieder auf dem rechten Knöchel und einen Schmetterling auf den Rippen. Wenig schicklich für ein Mitglied der königlichen Familie? Zumindest für Boulevardmedien weltweit waren die Tattoos ein gefundenes Fressen.
Doch die Prinzessin ließ sich davon nicht verunsichern und zeigte, dass sie zu ihren Tätowierungen und somit auch ihrer Vergangenheit steht. Selbst bei der Hochzeit mit Carl Philip am 13. Juni 2015 war die Sonne auf ihrem Rücken deutlich zu sehen, genauso wie bei der traditionell sehr pompösen und schicken Nobelpreisverleihung, die jährlich im Stockholmer Rathaus stattfindet. Ein fast schon rebellischer Akt gegen ungeschriebene Richtlinien für das äußere Erscheinungsbild königlicher Familienmitglieder.
Spätestens nach der Geburt der Kinder wurde es in der Öffentlichkeit deutlich ruhiger um Prinzessin Sofia. Prinz Alexander wurde 2016 geboren, Prinz Gabriel ein Jahr darauf. Prinz Julian folgte 2021. Im Februar 2025 gab es bereits die nächste frohe Botschaft: eine Tochter. Die Prinzessin während ihrer Schwangerschaft gegenüber „Vogue“: „Vielleicht war es nicht geplant, aber jetzt sind wir sehr, sehr aufgeregt. Vor allem die Kinder.“
Dieser Artikel erschien erstmals im Dezember 2024 und wurde aktualisiert.












