Angesichts steigender Fallzahlen des West-Nil-Fiebers in Italien und Griechenland hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits vor einigen Tagen zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. Auch das Auswärtige Amt warnt Reisende vor einem erhöhten Infektionsrisiko in den beliebten Urlaubsländern und empfiehlt, konsequent Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche zu ergreifen.
Steigende Zahl beim West-Nil-Fieber: Reisewarnung für Italien und Griechenland
Das West-Nil-Fieber breitet sich in Europa zunehmend aus. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden allein in der vergangenen Woche in Griechenland 14 neue Infektionen registriert. Damit stieg die Zahl der bestätigten Fälle seit Jahresbeginn auf 21. Von den Erkrankten befanden sich zuletzt 13 im Krankenhaus, drei von ihnen mussten nach Angaben der griechischen Gesundheitsbehörde auf einer Intensivstation behandelt werden.
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Auch Italien meldete der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 21 Infektionen in 17 Regionen. Weitere Erkrankungen wurden aus Spanien, Rumänien und Nordmazedonien gemeldet, wo jeweils zwei Fälle bestätigt wurden.
Angesichts der steigenden Fallzahlen warnt das Auswärtige Amt vor einem erhöhten Infektionsrisiko in Italien und Griechenland. Vor allem zwischen Juli und September sollten Urlauber Mückenstiche konsequent vermeiden und sich insbesondere in den Abendstunden mit langer Kleidung und Insektenschutzmitteln schützen. Für Rumänien empfiehlt die Behörde entsprechende Schutzmaßnahmen vom Frühjahr bis in den Herbst, während Reisende in Nordmazedonien vor allem während der Sommermonate besonders aufmerksam sein sollten.
Die Symptome beim West-Nil-Fieber
Die meisten Infektionen mit dem West-Nil-Virus verlaufen ohne Beschwerden. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts entwickelt jedoch etwa jeder fünfte Infizierte grippeähnliche Symptome. Typisch sind Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Rückenschmerzen, starke Erschöpfung sowie geschwollene Lymphknoten. Die Beschwerden treten in der Regel zwei bis 14 Tage nach einer Infektion auf.
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In seltenen Fällen kann das Virus auch das Nervensystem angreifen und schwere Erkrankungen wie eine Gehirnentzündung oder eine Hirnhautentzündung auslösen. Einen Impfstoff oder eine gezielte Therapie gibt es bislang nicht. Die Behandlung beschränkt sich auf die Linderung der Beschwerden. Nach Schätzungen erkrankt etwa einer von 100 Infizierten schwer. Fachleute gehen deshalb davon aus, dass viele Infektionen unentdeckt bleiben, weil sie keine oder nur milde Symptome verursachen.



