Am Montag starten in Ägypten die Verhandlungen über den sogenannten „Trump-Plan“ zur Beendigung des Kriegs in Gaza. US-Präsident Donald Trump schickte seine Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Ägypten. Die Delegation der Hamas soll laut saudischen Medienberichten von Khalil al-Hayya höchstpersönlich geleitet werden – jenem Hamas-Führer, auf den die israelische Attacke auf ein Hamas-Hauptquartier in der katarischen Hauptstadt Doha abgezielt hatte. Israels Delegation wird wie gewohnt von Strategieminister Ron Dermer geleitet. Trump zeigte sich erneut optimistisch, dass der Krieg schon in wenigen Tagen zu Ende sein könnte.
Doch die Hamas könnte den Deal noch zum Platzen bringen. Die Terrororganisation steht zwar unter großem Druck der USA, aber auch seines wichtigen Geldgebers Katar. Der Deal verlangt der Hamas jedoch viel ab. Sie müsste alle Waffenarsenale, Raketenproduktionen und Tunnel aufgeben und sich von der Vorstellung, auch weiterhin in Gaza eine führende Rolle zu spielen, verabschieden.
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Vieles hängt nun davon ab, wie sich die Hamas in den Verhandlungen verhält.
Die Positionen sind klar: Die Hamas hat grundsätzlich Bereitschaft gezeigt, alle Geiseln – lebend und tot – an Israel zu übergeben. In anderen Punkten hat die Terrorgruppe Bedenken geäußert: Dass Israels Armee weiter im Gazastreifen präsent bleibt, wird jedoch nicht akzeptiert. Auch, was die eigene Entwaffnung und ihre künftige politische Rolle im Gazastreifen betrifft, zeigt die Hamas wenig Beweglichkeit.
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Israelischer Militärexperte über Frieden in Gaza: „Diese Woche ist entscheidend“
Israel und die USA erwarten, dass in den Verhandlungen in Ägypten nur über technische Details diskutiert wird – also vor allem darüber, wie die Geiseln übergeben werden und welche palästinensischen Gefangenen freigelassen werden.
Die Hamas könnte jedoch darauf bestehen, dass in den Verhandlungen auch schon ein Zeitplan für den späteren Truppenabzug Israels aus dem Gazastreifen erstellt wird. Israel und die USA wollen diese Fragen erst später diskutieren. Sollte die Hamas darauf bestehen, dass Israel von Anfang an Zugeständnisse in der Truppenrückzugsfrage macht, dann wären die Verhandlungen schon von Anfang an „in einer wahren Krise“, meint der israelische Militärexperte Giora Eiland.

Selbst, wenn sich die Hamas offiziell bereit erklärt, ohne weitere Zugeständnisse sämtliche Geiseln auszuliefern, könnte sie die Freilassung auf anderer Weise blockieren: Indem sie beispielsweise vorgibt, keinen Zugriff auf die Geiseln zu haben, weil sie sich dort befinden, wo Israels Truppen operieren. Sie könnten auch vorgeben, dass der Standort mancher getöteter Geiseln erst eruiert werden müsse. In diesem Fall wäre die von Trump vorgegebene Frist von 72 Stunden für die Übergabe aller Geiseln nicht einzuhalten.
„Diese Woche ist entscheidend“, sagt Giora Eiland. Trumps Einschätzung, dass die Geiseln schon in ein paar Tagen in Freiheit sein könnten, hält er für „überoptimistisch“.
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Selbst, wenn Trumps Plan nicht zustande kommt, könnte der Krieg dennoch bald vorbei sein, meint der Experte, der mehreren israelischen Regierungen als Nationaler Sicherheitsberater zu Diensten war. Israel müsse sich nämlich schon bald wieder auf einen neuen, größeren Krieg vorbereiten – mit dem Iran. „Wir können es uns nicht leisten, unsere Ressourcen in Gaza zu verschwenden.“






