Kein Debakel. Aber auch bei weitem kein Durchbruch. Und ohnehin von begrenztem Wert, weil der Dritte im Bunde gar nicht mit am Tisch saß - so war der jüngste Versuch, den Krieg in der Ukraine zu beenden. 

Nachdem Wladimir Putin seine Forderung nach einer De facto-Kapitulation Kiews wenige Stunden vor dem Treffen zwischen Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump in Florida erneuert hatte und abermals Hunderte russische Raketen über zivilen Zielen in der Ukraine niedergehen ließ, waren die Erfolgsaussichten für das Meeting in Mar-a-Lago ohnehin dürftig.

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Nicht, weil der ukrainische Präsident keine Zugeständnisse gemacht hätte. Sondern weil die von Trump ständig wiederholte Behauptung, Moskau wolle wirklich Frieden der Wirklichkeit nicht standhält.

Putin will Unterwerfung – und jede Friedensbemühung in die Länge ziehen. Weil das so ist und bleibt, muss Trump einen radikalen Kurswechsel vollziehen. Nur wenn Putin im nahenden vierten Kriegsjahr massive militärische Schmerzen zugefügt würden, sind echte Schritte zu einer Beendigung der Kriegshandlungen denkbar. 

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Diese Schmerzen kann ihm nur Trump im Verein mit den Europäern zufügen. Indem er den Preis für die Fortsetzung des Krieges für Russland in die Höhe treibt: durch die Lieferung von Tomahawk-Langstreckenwaffen an Kiew. Durch Stärkung der ukrainischen Luftabwehr. Durch Nato-ähnliche Sicherheitsgarantien, die Moskau vor einem unproportionalen Gegenschlag abhalten könnten. Durch Wirtschaftssanktionen, die das kollabierende Russland an den Verhandlungstisch zwingen. 

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Wie die Aussichten darauf stehen, kann man an Trumps Zickzack-Kurs der vergangenen elf Monate ablesen: schlecht. 

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Meine schwerste Entscheidung
 

Solange der amerikanische Präsident sich weiter vom Kreml wie ein Tanzbär durch die Manege führen lässt, solange geht das Sterben in der Ukraine weiter.