Olympiabewerbung in NRW: 1,4 der mehr als vier Millionen Menschen in den 17 NRW-Städten haben sich an dem Votum beteiligt, ob ihre Kommunen die Initiative „KölnRheinRuhr“ für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 mittragen sollen. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sprach am Sonntagabend von einer geschätzten vorläufigen Wahlbeteiligung von 32 Prozent – in Köln als „Leading City“ seien es sogar 40 Prozent. Demnach stimmten rund zwei Drittel für eine Bewerbung der Region „KölnRheinRuhr“ für die Olympischen und Paralympischen Spiele. Als letzte Stadt veröffentlichte Köln um kurz nach 3 Uhr sein vorläufiges Endergebnis (mit 57,4 Prozent das schwächste aller 17 Kommunen), Herten erreichte trotz hoher Zustimmung das nötige Quorum nicht. Bürgerentscheid zu Olympia in NRW: Alle News, Updates und Infos lesen Sie live bei uns im Newsblog. Olympia-Abstimmung in NRW: Die Ergebnisse aus allen Städten
Die vorläufigen Endergebnisse der Städte:
Aachen : 76,29 Prozent Zustimmung (51.367 von 67.551 abgegebenen Stimmen), Quorum erreicht .Bochum : 63,97 Prozent Zustimmung (55.765 von 87.869 abgegebenen Stimmen), Quorum erreicht .Duisburg : 72,95 Prozent Zustimmung (71.467 von 98.601 abgegebenen Stimmen), Quorum erreicht .Dortmund : 68,27 Prozent Zustimmung (88.744 von 130.681 abgegebenen Stimmen), Quorum erreicht .Düsseldorf : 67,24 Prozent Zustimmung (106.583 von 158.985 abgegebenen Stimmen), Quorum erreicht .Essen : 64,29 Prozent Zustimmung (91.729 von 143.325 abgegebenen Stimmen), Quorum erreicht .Gelsenkirchen : 74,19 Prozent Zustimmung (35.626 von 48.096 abgegebenen Stimmen), Quorum erreicht .Herten : 73,79 Prozent Zustimmung (5719 von 7.771 abgegebenen Stimmen), Quorum verpasst .Köln : 57,39 Prozent Zustimmung (184.523 von 322.327 abgegebenen Stimmen), Quorum erreicht .Krefeld : 64,41 Prozent Zustimmung (31.258 von 48.639 abgegebenen Stimmen), Quorum erreicht .Mönchengladbach : 74,45 Prozent Zustimmung (44.877 von 60.842 abgegebenen Stimmen), Quorum erreicht .Monheim : 70,7 Prozent Zustimmung (8.958 von 12.720 abgegebenen Stimmen), Quorum erreicht .Leverkusen : 62,7 Prozent Zustimmung (27.079 von 43.521 abgegebenen Stimmen), Quorum erreicht .Oberhausen : 62,66 Prozent Zustimmung (28.051 von 44.986 abgegebenen Stimmen), Quorum erreicht .Pulheim : 70,19 Prozent Zustimmung (13.543 von 19.374 abgegebenen Stimmen), Quorum erreicht .Recklinghausen : 72,85 Prozent Zustimmung, (20.200 von 27.761 abgegebene Stimmen), Quorum erreicht .Wuppertal : 72,2 Prozent Zustimmung, (55.496 von 77.247 abgegebene Stimmen), Quorum erreicht .Facebook Auf Facebook teilen
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Bei den Bürgerentscheiden in Nordrhein-Westfalen haben sich laut vorläufigem Endergebnis 66,0 Prozent für eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele der Region "KölnRheinRuhr" für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 ausgesprochen. Diese Zahl teilte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) einen Tag nach dem Abschluss der Abstimmungen mit.
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Die 60.000-Einwohner-Stadt Herten im Kreis Recklinghausen verfehlte das Quorum von 15 Prozent Ja-Stimmen aller Wahlberechtigter. Als einzige Kommune unter den Bewerbern hatte Herten die Wahlbriefe nicht an die Bürgerinnen und Bürger verschickt, die Hürde wuchs somit. Für das NRW-Konzept ist das Aus zu verschmerzen. Für die Mountainbike-Wettbewerbe gibt es eine Alternative. Nach dem Aus von Herten als potenzieller Olympia-Standort hat Recklinghausen signalisiert, die gemeinsam geplanten Mountainbike-Rennen auch alleinverantwortlich übernehmen zu wollen. "Recklinghausen steht zum Sport. Wir haben heute dem Land, dem Ministerpräsidenten persönlich, aber und allen anderen signalisiert: Wir sind bereit es alleine zu machen. In Herten ist es ja nicht so glücklich gelaufen", sagte Recklinghausens Bürgerminister Axel Tschersich (SPD) bei Instagram.
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Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat die positiven Olympia-Referenden in Nordrhein-Westfalen und Kiel als klares, bundesweites Rückenwind-Signal für eine deutsche Bewerbung um Sommerspiele 2026, 2040 oder 2044 gewertet. Die gewonnenen Bürgerbefragungen zu Köln/Rhein-Ruhr seien „ein deutliches Zeichen für die olympische Bewegung in Deutschland und hoffentlich auch ein motivierendes Signal für die noch folgende Abstimmung in Hamburg am 31. Mai“, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert.
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So geht es nun weiter: Der Bürgerentscheid ist ein wichtiger Schritt für die Bewerbung aus NRW, aber noch nicht die nationale Vorentscheidung. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will am 26. September auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung entscheiden, mit welchem der vier deutschen Konzepte Deutschland ins internationale Bewerbungsverfahren geht. Der Verband bewertet alle Kandidaten mit Hilfe einer Matrix. Dabei fließt auch das Ergebnis der Bürgerentscheide ein. Daneben entscheidend sind aber auch etwa Kriterien wie die internationale Wettbewerbsfähigkeit, die sportfachliche und operative Eignung oder Kosten und Finanzierung. Bis Anfang Juni können alle deutschen Kandidaten ihre Konzepte noch nachbessern.
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Mit diesen Argumenten will NRW im nationalen Vergleich nun punkten: NRW wirbt für die "spektakulärsten, kompaktesten und nachhaltigsten Spiele" und setzt auf die Vermeidung von Neubauten durch vorhandene Sportstätten, einen Zuschauerrekord mit 14 Millionen Tickets und großen Kulissen, etwa beim Schwimmen auf Schalke oder Fußball in Dortmund. Zudem verweisen die Organisatoren auf die Befragung von mehr als vier Millionen Menschen in den 17 potenziellen Ausrichterstädten und betonen, dass keine andere Bewerbung mehr Menschen einbindet. "Der Lohn ist jetzt eine olympische Bewerbung, die über eine noch nie dagewesene gesellschaftliche und politische Stabilität verfügt", bekräftigte Ministerpräsident Wüst.
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Köln kann Marathon! Das vorläufige Endergebnis liegt vor: 184.523 "Ja"-Stimmen bedeuten 57,39 Prozent Zustimmung bei einer Wahlbeteiligung von fast 40 Prozent. Mehr lesen Sie in wenigen Stunden an dieser Stelle – wir sprinten ins Bett und sagen gute Nacht!
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Noch wach? Die tapferen Auszählerinnen und Auszähler in Köln sind es auch! 136 von 141 Bezirke haben sie den Büchern, 177.642 "Ja"-Stimmen bei bislang ausgezählten 310.214 Stimmen ergeben eine Zustimmung von 57,41 Prozent. Keep going, Köln!
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Zwei Drittel der abgegebenen Stimmen sind in Köln inzwischen ausgezählt – und es deutet sich eine Überraschung an. So klar das Votum in den anderen 16 Kommunen pro Olympia ausfiel, ist davon in Köln wenig zu sehen. 112.028 "Ja"-Stimmen von bisher insgesamt 197.479 ausgezählten Stimmen bedeuten eine Zustimmung von lediglich 56,86 Prozent.
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Um 23 Uhr ist es bereits merklich leerer im Kölner Hochhaus Triangle. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) tritt nochmals auf die kleine Stufe zur Bühne hoch. Der Abend sei überwältigend, die Ergebnisse spektakulär. "Ich bin echt ein bisschen platt", so Wüst. Er sprach von einem historischen Rückhalt für Olympia in Deutschland, der aus Nordrhein-Westfalen komme. Ein Ergebnis für Köln konnte der Landeschef nicht nennen . Er sprach von einer hohen Zustimmung. Mit den vorliegenden Ergebnissen und unter Berücksichtigung der bislang vorliegenden Ergebnisse in Köln sagte Wüst, dass die Zustimmung in den Bewerberstädten bei zwei Dritteln liege.
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87.869 Bochumerinnen und Bochumer gaben in den vergangenen Wochen ihre Stimme ab, 55.765 kreuzten "Ja" an, 31.401 "Nein". Für das Quorum waren 28.230 Ja-Stimmen nötig. Die Wahlbeteiligung lag bei 31,24 Prozent.
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Auch aus Bochum gibt es jetzt ein vorläufiges Ergebnis: 63,97 Prozent der Stimmen befürworten eine Olympia-Bewerbung von Stadt und Land.
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Die bislang höchste Zustimmung der beteiligten Städte verzeichnet Aachen. Dort endete vor wenigen Minuten die Auszählung: Von 67.551 abgegebenen Stimmen votierten 51.367 mit "Ja" – stolze 76,29 Prozent. Auch das Quorum erreichte Aachen.
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NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst sieht bereits vor der vollständigen Auswertung aller Ergebnisse zur Olympia-Bewerbung eine klare Mehrheit für das Vorhaben. "Ein richtig starkes Votum für Olympia aus Nordrhein-Westfalen. Ein ganz, ganz klares Ja von den Menschen aus Nordrhein-Westfalen. Es hat sich ausgezahlt, den Menschen zu vertrauen", sagte der CDU-Politiker im WDR. "Die Wahlbeteiligung ist so überragend, da wird noch an der einen oder anderen Stelle gezählt. Die einzelnen Ergebnisse machen uns den ganzen Abend Freude", betonte Wüst weiter. Diese liegt geschätzt vorläufig bei 32 Prozent.
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Auch aus Bochum gibt es jetzt ein vorläufiges Ergebnis: 63,97 Prozent der Stimmen befürworten eine Olympia-Bewerbung von Stadt und Land.
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„Besser als München“, murmelt es hinter unserer Reporterin Stephanie Weltmann
bei der zentralen Olympia-Veranstaltung in Köln , sobald in einer Stadt mehr Ja-Stimmen gesammelt wurden als beim Olympia-Entscheid in München. Dort stimmten zwei Drittel der Menschen für die Olympia-Bewerbung. In Dortmund haben über 68 Prozent der Menschen für Olympia gestimmt. Der Dortmunder Oberbürgermeister Alexander Kalouti (CDU) will es dann auch gar nicht verhehlen, dass die BVB-Stadt München ausgerechnet an dem Abend übertrumpft hat, an dem Bayern Deutscher Meister wird.
Mehr Spitzen gegen die Bayern und Eindrücke von der Sport-Party aus dem Kölner Hochhaus Triangle gibt es
hier .
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Alle Infos sowie weitere Artikel und News rund um die Olympiabewerbung in NRW finden Sie auch auf unserer Themenseite .
Olympiabewerbung in NRW: Wann gilt die Bürgerbefragung als gewonnen? In den 17 Kommunen müssen mehr Bürgerinnen und Bürger mit Ja als mit Nein abstimmen. In Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern – allen voran der „Leading City“ Köln – gilt zudem eine Mindestbeteiligung von zehn Prozent, in kleineren Kommunen liegt sie bei 20 Prozent. Viele beteiligte Städte haben bereits erklärt, dass die Mindestbeteiligung erreicht wurde. Lesen Sie dazu: Olympia in NRW? So viele „Ja“-Stimmen sind mindestens nötig
Olympia in Duisburg? Das wäre denkbar, wenn der Bürgerentscheid zur Bewerbung der Region Rhein-Ruhr positiv ausfällt. © Hans Blossey / Funke Foto Services | Adobe Stock
Was passiert, wenn in einzelnen Kommunen das Nein überwiegt? „Dann fehlt dort die Legitimation und wir müssten neu denken, das Konzept ändern“, sagte Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) kürzlich im Welt-Interview. Der frühere Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) fügte jedoch hinzu: „Ich gehe davon aus, dass wir überall die Mehrheit erreichen.“
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Bürgerentscheid Olympia: Wie geht es nach dem Referendum in NRW weiter? Ein „Ja“ der Bevölkerung ist ein Muss, um überhaupt im Rennen zu bleiben. Der DOSB will erst am 26. September im Rahmen einer Mitgliederversammlung über den deutschen Bewerber beim Internationalen Olympischen Komitee entscheiden. München hat bei seinem Referendum im vergangenen Herbst eine starke Zustimmung von 66,4 Prozent erhalten. Die Bürgerinnen und Bürger Hamburgs entscheiden am 31. Mai. Beim vierten deutschen Interessenten Berlin ist kein Referendum geplant. Die Konzepte können bis Anfang Juni angepasst werden. Der DOSB rechnet mit einer Vergabe der Sommerspiele 2036 nicht vor 2027. (mit dpa)