Die schädlichen Auswirkungen des Rauchens auf Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Lunge sind seit Langem umfassend dokumentiert. Nach Angaben der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) reichen die gesundheitlichen Folgen jedoch deutlich darüber hinaus. Demnach steht ein hoher Tabakkonsum in engem Zusammenhang mit einer erhöhten Zahl von Erblindungsfällen ab dem 50. Lebensjahr. Über diese Erkenntnisse berichtet unter anderem das Deutsche Ärzteblatt.
Schwere Augenerkrankungen: Rauchen als unterschätzter Risikofaktor
Die typischen gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens sind weithin bekannt, da sichtbare Symptome wie Zahnverfärbungen oder anhaltender Husten unmittelbar wahrgenommen werden. Demgegenüber bleiben erhöhte Risiken für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Lunge häufig lange unbemerkt, da sie sich schleichend entwickeln und erst in fortgeschrittenen Stadien erkennbar werden.
Beratungsstellen helfen bei Suchterkrankungen
Sie leben mit einer Abhängigkeitserkrankung oder haben den Verdacht, süchtig zu sein? Sie sind Angehöriger eines Menschen mit Abhängigkeitserkrankung und suchen nach Hilfe? Suchtberatungsstellen in Deutschland bieten vertrauliche Hilfe bei allen Fragen rund um das Thema Sucht.
• Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS): Die DHS ist die zentrale Dachorganisation der Suchthilfe in Deutschland. Auf ihrer Website finden Sie eine Liste von regionalen Suchtberatungsstellen und Fachkliniken: www.dhs.de
• Sucht & Drogen Hotline: Die Hotline ist rund um die Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 01806 313031 erreichbar und bietet telefonische Beratung für Betroffene und Angehörige.
• Bundesweite Online-Sprechstunde der Suchthilfe: Über das Portal des Fachverbands Sucht können Sie eine Online-Beratung in Anspruch nehmen. Die Beratung erfolgt anonym, sicher und datenschutzkonform.
• Anonyme Selbsthilfegruppen: Verschiedene Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Alkoholiker (AA) oder die Narcotics Anonymous (NA) bieten Treffen für Betroffene an, um sich untereinander auszutauschen und zu unterstützen. Informationen zu Treffen finden Sie auf den jeweiligen Websites.
Zusätzlich können Sie auch bei Ihrem Hausarzt, beim Gesundheitsamt oder bei psychiatrischen Kliniken weitere Unterstützung erhalten.
Nach Angaben der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) zeigen Studien, dass bis zu 20 Prozent der Erblindungsfälle ab dem 50. Lebensjahr auf Tabakkonsum zurückzuführen sein könnten. Darüber hinaus weist die Fachgesellschaft darauf hin, dass Rauchen das Risiko für schwerwiegende Augenerkrankungen wie die altersabhängige Makuladegeneration (AMD), den Glaukom sowie Gefäßverschlüsse in der Netzhaut um das Zwei- bis Vierfache erhöht. Besonders bemerkenswert ist, dass bereits ein vergleichsweise geringer Konsum von Zigaretten messbare Schädigungen hervorrufen kann.
Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung der Netzhaut, die insbesondere die Makula betrifft, also den Bereich des schärfsten Sehens. Sie führt zu fortschreitenden Beeinträchtigungen im zentralen Gesichtsfeld, wodurch unter anderem die Lesefähigkeit erheblich eingeschränkt werden kann.
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Nach Aussage von Teresa Barth von der Universitäts-Augenklinik Regensburg gehört das Rauchen zu den wenigen beeinflussbaren Risikofaktoren dieser Erkrankung, neben Aspekten wie der Ernährung, während genetische Voraussetzungen nicht verändert werden können. Personen mit einem erhöhten erblichen Risiko wird daher dringend empfohlen, auf den Tabakkonsum zu verzichten. Ein konsequenter Verzicht kann nachweislich das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.
Spätschäden beim Rauchen in der Schwangerschaft
Raucht eine werdende Mutter, erhöht sich auch für das ungeborene Kind das Risiko für spätere Fehlbildungen des Auges sowie für Sehfehler wie Kurzsichtigkeit oder Strabismus, weist Barth hin. Studien zeigen zudem, dass Kinder rauchender Mütter häufiger aufgrund von Augenproblemen stationär behandelt werden müssen. Vor diesem Hintergrund wird empfohlen, bereits bei bestehendem Kinderwunsch konsequent auf Tabak und nikotinhaltige Produkte zu verzichten.

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Ob ein Wechsel zu E-Zigaretten eine ausreichende Risikoverringerung darstellt, ist bislang wissenschaftlich nicht hinreichend geklärt. Da beim Inhalieren entsprechender Aerosole potenziell gesundheitsschädliche Substanzen aufgenommen werden, erscheint auch in diesem Fall ein vollständiger Verzicht als die sicherste Option.





