Im Norden erzählen die Älteren manchmal noch davon, wie man sich im Krieg lange Zeit fast ausschließlich von Steckrüben ernährt hatte. Vermutlich liegt es daran, dass dieses Gemüse für viele eher mit Mangel und Eintönigkeit als mit kulinarischem Genuss in Verbindung gebracht wurde und dadurch für viele Jahre entsprechend unpopulär blieb. Doch nun erlebt die knorrige Knolle eine stille Renaissance. Wer im Süden aufgewachsen ist, kennt den „Dicken Heinrich“ kaum – so sein Kosename –, dort fehlt ihm schlicht das passende Klima. In den nördlichen Regionen dagegen, insbesondere in Schleswig-Holstein, gehört die Steckrübe fast zum Landschaftsbild. Vielleicht taucht sie ja deshalb so selten in Magazinen und Kochbüchern auf – zu regional, zu unspektakulär. Für unseren Eintopf jedoch ist sie geradezu ideal: süß-erdig im Geschmack, sättigend und wunderbar unkompliziert. Und falls Sie partout keine Steckrüben bekommen: Kartoffeln, Butternutkürbis, Möhren, Pastinaken oder Knollensellerie springen im Notfall gerne ein – oder Sie kochen gleich mit einem bunten Mix.

Rezept: Dithmarscher Steckrübeneintopf

  • Die Zutaten aus diesem Rezept reichen für 4 Portionen.
  • Zubereitungszeit: ca. 50 Minuten
  • Nährwertangaben: Pro Portion ca. 27 g E, 6 g F, 30 g KH, 300 kcal

Zutatenliste:

  • 300 g Möhren
  • 250 g Knollensellerie
  • 400 g Kartoffeln
  • 600 g Steckrüben (ersatzweise Kürbis, Möhren oder Pastinaken)
  • 2 Zwiebeln
  • 1 EL Öl (z. B. Rapsöl)
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 500 g ausgelöster Kasselerrücken
  • Salz, Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • 2 Stiele Petersilie

1 Möhren und Sellerie putzen, schälen und klein würfeln. Kartoffeln schälen, waschen und ebenfalls würfeln. Steckrübe schälen und in etwas größere Würfel schneiden. Zwiebeln schälen und fein würfeln.

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2 Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln darin glasig dünsten. Restliches Gemüse zufügen und unter Rühren kurz dünsten. Mit Gemüsebrühe ablöschen. Lorbeer zufügen. Aufkochen und zugedeckt ca. 25 Minuten bei kleiner Hitze weich garen.

3 Inzwischen Kasseler würfeln und in den letzten ca. 5 Minuten mitgaren. Eintopf mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blättchen fein hacken. Lorbeer entfernen, Eintopf beim Anrichten mit Petersilie bestreuen.

fmg