Klimaschutz

Energiewende: Grüne werfen NRW-Regierung Planlosigkeit vor

Wibke

Foto: Rottmann

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An Rhein und Ruhr.   Landesregierung bremst Windkraft-Ausbau. „Es gibt aber derzeit keine echte Alternative zur Windkraft“, meint Grünen-Fachfrau Wibke Brems.

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Die schwarz-gelbe Landesregierung will nach eigenem Bekunden einen „Neustart bei der Energiewende“. Eine Antwort von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) auf eine Grünen-Anfrage macht aber nach Ansicht von deren energiepolitischer Sprecherin Wibke Brems nicht deutlich, wie ein solcher Neustart gelingen kann, im Gegenteil: „Es ist schockierend, mit welcher Planlosigkeit die Landesregierung die Energiewende in NRW vor die Wand fährt“, schimpft Brems gegenüber der NRZ.

Windräder, Photovoltaik & Co.: Mit Stand 31. Dezember 2017 waren rund 260 000 erneuerbare Energien-Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 11 000 Megawatt in NRW installiert und haben so rund 15% des Bruttostromverbrauchs gedeckt.

Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung

Die Landesregierung tritt jetzt bekanntlich beim Windkraftkraftausbau auf die Bremse (die NRZ berichtete); sie beklagt, dass es zuvor unter Rot-Grün eine einseitige Fokussierung auf Windräder gegeben habe. Das habe zu Akzeptanzproblemen in der Bevölkerung geführt. Ausdrücklich bekennt sich die Landesregierung zu den Klimazielen von Paris.

Brems wollte nun wissen, wie die Landesregierung die „Fesselung der Windkraft“ denn zu kompensieren gedenkt. Mit Photovoltaik? Welches Potenzial darin liegt, vermag die Landesregierung noch nicht zu sagen. „Nach der Sommerpause“ solle das Solarkataster mit aktualisierten Daten veröffentlicht werden, heißt es in der Antwort.

Grüne: Regierung will Windkraft „abwürgen“

Und Geothermie? Da sei eine genauere Potenzialanalyse nötig“, heißt es. Und Biomasse? 620 Anlagen gibt es zwar derzeit, aber so gut wie keine Ausbaupläne. Bei der Ausschreibungsrunde, die am 1. September 2017 endete, kamen von 33 Projekten nur zwei aus NRW.

Grünen-Fachfrau Brems erinnert daran, dass der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix in Deutschland bis 2030 auf 65% steigen soll, Sie ist überzeugt: „Diese Landesregierung hat nicht die leiseste Idee, wie sie die Energiewende voranbringen kann, wenn sie die Windenergie erst erfolgreich abgewürgt hat.“ Die Wahrheit sei: Zu einem starken Ausbau der Windenergie gebe es aktuell keine „echte Alternative“.

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