Der 43-jährige Neusser, der sich am Mittwoch (20.2.) vor dem Gebäude des Krefelder Amts- und Landgerichtes mit einer Flüssigkeit übergossen und selbst angezündet hat, schwebt weiter in Lebensgefahr. Das teilte die Polizei mit auf Anfrage dieser Zeitung am Freitag mit.
Die Motive des Neussers vermutet die Polizei im persönlichen Bereich. Hinweise auf eine psychische Erkrankung werden geprüft.
Nach Angaben eines Sprechers des Landgerichts ist der Mann der Justiz bekannt. Bei einem Gerichtstermin am vergangenen Freitag am Landgericht habe es Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Mannes gegeben. Das Verfahren sei daraufhin ausgesetzt worden, um ihn von einem Psychiater zur Frage seiner Schuldfähigkeit begutachten zu lassen, sagte der Sprecher.
Protest gegen Polizeigewalt
Angeklagt war der 43-Jährige wegen eines Angriffs auf einen Polizisten, bei dem ein Handy zu Bruch gegangen war. Er war deswegen vom Amtsgericht zu 1550 Euro Geldstrafe verurteilt worden und in die Berufung vor das Landgericht gezogen. Am Mittwoch selbst habe der Mann keinen Termin am Gericht gehabt. Noch sei aber unklar, ob die Tat einen Bezug dazu habe.
Zeugen zufolge habe er geäußert, gegen die Haft von Öcalan und gegen die deutsche Polizeigewalt protestieren zu wollen.
Der Vorfall hatte sich am Mittwoch (20.2.) sich gegen 10.15 Uhr ereignet. Zeugen hatten das Feuer mit Decken und einem Feuerlöscher gelöscht. Der Mann wurde mit einem Hubschrauber in ein Spezialkrankenhaus geflogen. Er schwebt aktuell immer noch in Lebensgefahr.
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