Ein wenig Formel-1-Luft verbreitet sich auf dem Campus der Hochschule Niederrhein. Sechs Studierende haben sich um ein schwarz-weißes Rennauto versammelt, greifen an die Karosserie und schieben den glänzenden Wagen aus einer Werkstatt, die einem Häuschen in einer Boxengasse ähnelt, nach draußen auf die Straße zum offiziellen Fotoshooting. Der RS-19c, benannt nach dem Gründer des Racing Teams, Rolf Schloms, ist das Produkt harter Arbeit der Studenten und das neue Fahrwerk für die Formula Student. Das ist eine internationale Rennserie, bei der Hochschulen gegeneinander antreten.

Krefeld ist dort seit 2011 vertreten. Jedes Jahr bauen Studenten ein neues Fahrzeug, um bei Rennen in Deutschland, Italien oder anderswo in Europa an den Start zu gehen. Rund 60 Studierende, vorwiegend aus den Fachbereichen Maschinenbau und Verfahrenstechnik sowie Elektrotechnik und Informatik, gehören zum Team. Dessen Leiter ist seit der neuen Saison Chris Jakubowski. Bei der Vorstellung des neuen Wagens zeigt er sich äußerst zufrieden: „Es war zwar sehr viel Arbeit – von den ersten Ideen bis zur Fertigstellung haben wir ungefähr ein Jahr gebraucht. Im Vergleich zur vergangenen Saison konnten wir das Auto eindeutig verbessern.“