Das Nachbarland von NRW gehört laut europäischer Statistikbehörde Eurostat zu den Ländern in Westeuropa, die am stärksten von der Inflation betroffen sind – auch nach niederländischer Berechnung des Statistik Instituts CBS.

An der Rechenmethode kommt nun Kritik von Fachleuten in den Niederlanden auf: Die Effekte könnten überschätzt, die Inflationsrate also in Wahrheit niedriger sein. Peter Hein van Mulligen, CBS-Hauptökonom, bestätigte im niederländischen Radio, dass die Inflation bei vielen Haushalten tatsächlich niedriger ausfalle.

Das Institut wird deshalb eigenen Angaben zufolge 2023 seine Rechenmethode anpassen. Dadurch könne es sein, dass der Inflationswert in den Niederlanden in Zukunft niedriger ausfalle.

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Zuletzt war die Inflation in den Niederlanden laut Eurostat bereits leicht gesunken. Im September betrug der Wert noch 17,1 Prozent und fiel im Oktober auf 16,8 Prozent. Deutschland liegt demnach bei einer Inflation von 11,6 Prozent für Oktober, der Durchschnitt in der Eurozone bei 10,7 Prozent.

Laut Eurostat hatten die hohen Preise den größten Einfluss auf die Inflation in der Eurozone. So auch in den Niederlanden – obwohl die Energiepreise nach Angaben des niederländischen Statistikinstituts CBS im Vergleich zur Inflation im Vormonat leicht zurückgingen. Die Preise für Lebensmittel und Tabak zogen unterdessen wieder etwas stärker an. (mh)