Gelegenheitsfahrer, die von Sozialhilfe leben, bekommen ab Januar die Möglichkeit, vergünstigte Fahrkarten für Bus und Bahn zu kaufen und nicht nur in ihrer Heimatstadt oder im jeweiligen Landkreis mobil zu sein – nur dafür gilt bislang das Sozialticket, das monatlich 39,80 Euro kostet.

Künftig können Bezieher von Sozialleistungen ein digitales Flexticket beziehen. Fällig wird eine monatliche Grundgebühr von 2,90 Euro, danach können dann Fahrkarten für den halben Preis gekauft werden. Eine Fahrt von Düsseldorf nach Kleve verbilligt sich damit z.B. von 15 Euro auf 7,50 Euro. Das Beispiel zeigt: Interessant wird das Ticket für jene, die ab und zu mal außerhalb der eigenen Kommune unterwegs sein wollen oder müssen – beispielsweise zu Vorstellungsgesprächen.

CDU-Antrag findet Mehrheit

Das vor einigen Jahren eingeführte Flexticket ist die Antwort des VRR auf Homeoffice und Corona-Krise, das für viele das Monatsticket uninteressant macht. Normalkunden können zwischen zwei Varianten wählen: Für einen monatlichen Grundpreis von 3,90 Euro bekommen sie 25 Prozent Rabatt auf alle Fahrkarten, für 8,90 Euro gibt es die Fahrscheine dann sogar 35 Prozent günstiger.

Für Frank Heidenreich, Vorsitzender der CDU-Fraktion im VRR-Verwaltungsrat, ist das neue preisreduzierte Flexticket eines mit Signalwirkung: „So gelingt es uns, eine preisreduzierte Tarifstruktur auch für Gelegenheitsfahrer zu etablieren“, begründete Heidenreich den Antrag seiner Fraktion, der am Mittwoch eine Mehrheit fand. Bislang hatte der Verkehrsverbund mit Verweis auf das mutmaßlich im ersten Halbjahr geplante Deutschlandticket von neuen und weiteren Angeboten Abstand nehmen wollen.