Es ist wieder Himbeerzeit, im Rheinland hat die Ernte begonnen. Die hiesigen Obstbauern plagen aber Sorgen. Billig-Konkurrenz aus Süd-Europa, Nordafrika und der Türkei setzt ihnen mehr und mehr zu. Für manch’ hiesigen Erzeuger geht es ans Eingemachte: „Man merkt so langsam, es geht nicht mehr“, sagt Peter Muß vom Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer.

Dass Höfe generationsbedingt aufgegeben werden, kennt man. Insolvenzen sind die gut 400 Obsterzeuger aber nicht gewöhnt. Tatsächlich habe es im vergangenen Jahr einzelne gegeben, berichtet Muß im Gespräch mit der Redaktion. Der Konkurrenzdruck aus dem Ausland ist groß. Wegen niedrigerer Löhne, geringerer Öko- und Sozialstandards kann dort erzeugtes Obst auf dem deutschen Markt immer noch günstiger angeboten werden als heimisches – trotz langer Transportwege.