Kabarettist Stefan Verhasselt in Höchstform

Rees.   „Wer kommt, der kommt!“ Und es kamen viele Zuhörer ins Bürgerhaus, um die komödianten Meisterleistungen des exzellenten Kabarettisten Stefan Verhasselt life mit zu erleben. „Man kann zu spät kommen, zu früh kommen, zu kurz kommen, in die Gänge kommen oder zu Tode kommen. Einige konnten heute nicht kommen, weil sie Dschungelcamp sehen wollten oder sich gerade frisch getrennt haben“, merkte er humorvoll an.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Wer kommt, der kommt!“ Und es kamen viele Zuhörer ins Bürgerhaus, um die komödianten Meisterleistungen des exzellenten Kabarettisten Stefan Verhasselt life mit zu erleben. „Man kann zu spät kommen, zu früh kommen, zu kurz kommen, in die Gänge kommen oder zu Tode kommen. Einige konnten heute nicht kommen, weil sie Dschungelcamp sehen wollten oder sich gerade frisch getrennt haben“, merkte er humorvoll an.

Brillant verpackt, erzählte er realistische, spitzfindige Alltagsgeschichten aus dem wahren Leben – und verpackte sie in bekannte Redewendungen, wie etwa der Hinweis des Obers im Restaurant: „Hier ist noch ein „ganzer Tisch“ frei, oder auch – es war eine „schöne Beerdigung.“ Zu Beginn seines über zweistündigen Programms forderte er das Publikum süffisant auf: „Schauen sie, wo sie sich am Ende selbst wiederfinden!“ Die Highlights seiner intensiven Beobachtungen aus dem Alltag, die Verhasselt mit spitzer Zunge kommentierte, weckten das schlummernde Erinnerungsvermögen der Kabarettfreunde auf.

Der Kabarettist verfügte über die außergewöhnliche Gabe, die Resultate seiner feinsinnigen Beobachtungen, fantastisch pointiert, in sein Programm zu integrieren. Hierzu kombinierte er facettenreich bekannte Redewendungen, über deren Sinn und Unsinn sich kaum jemand Gedanken macht. Die sprachliche Mixtur zwischen Hochdeutsch und Niederrheinisch beherrscht der in Tönnisvorst wohnende Künstler und wurde vom rheinisch geprägten Publikum verstanden.

Während seines Programms kam er oft von „Höksken aufs Stöcksken“, schweifte weit von seiner Geschichte ab und „schlug“ dann mit irrwitzigen Pointen gnadenlos zu.

Viele „Glanzlichter“ seiner Geschichten hatte das begeisterte Publikum selbst erlebt, so die Säuberung des mit Schokolade beschmierten Kindermundes mit Mamas Spucke. Hier erinnerte sich Verhasselt mit ausdrucksvoller Mimik und Gestik an seine niederrheinischen Tanten, die für seinen Schokoladenmund die in Tosca und Spucke getränkten Taschentücher verwendeten.

Mit zustimmendem Applaus honorierten die Zuhörer seine detaillierten Kenntnisse und Beobachtungen, z.B. über Frühaufsteher. Seine Erinnerungen an die Grundschulzeit, in der man wegen der guten Noten 1, 2 und 3 auch noch die Tasche des Lehrers trug, verglich er mit der heute noch gängigen Einstufung 1, 2, und 3, jedoch mit völlig anderer Wirkung – der Pflegestufe.

Als bekennender Christ phantasierte der Kabarettist mit Entsetzen über sein Leben in der künftigen Himmelswohnung. „Da warten am Eingang schon meine drei Tanten mit ekeligen Taschentüchern in der Hand auf mich.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben