Nahverkehr

Wuppertaler Seilbahn-Idee nimmt wichtige Hürde

Mit solchen Kabinen könnte die Seilbahn ausgestattet sein.  

Foto: Wuppertaler Stadtwerke

Mit solchen Kabinen könnte die Seilbahn ausgestattet sein.  

Wuppertal.   Mit den Stimmen von SPD und CDU entschied der Stadtrat, dass das ungewöhnliche Projekt weiterverfolgt wird. Es gibt aber noch Vorbehalte.

Es wäre die nach Angaben der Stadt erste urbane Seilbahn deutschlandweit. In Wuppertal könnte sie vom Hauptbahnhof über eine Mittelstation an der Bergischen Universität auf die Südhöhen führen und jeden Tag viele tausend Passagiere befördern (die NRZ berichtete). Jetzt hat das Vorhaben eine wichtige Hürde genommen. Mit der Mehrheit von SPD und CDU entschied der Stadtrat, das Seilbahn-Projekt weiterzuverfolgen.

Vor dem Einstieg in eine formale Planung sollen aber Finanzierung und Wirtschaftlichkeit sichergestellt sein. Zudem sollen die Stadtwerke als möglicher Betreiber mit der Deutschen Bahn Einigkeit über den Kauf eines Grundstücks am Hauptbahnhof erzielen, weil nur dort die Talstation gebaut werden kann. SPD und CDU wollen so verhindern, dass unnötig Geld für die Planung ausgegeben wird. Ohne diese Fläche am Bahnhof ließe sich das Vorhaben nicht verwirklichen, heißt es.

165 Meter Höhenunterschied

Die Seilbahn soll über 2,8 Kilometer Strecke führen und 165 Meter Höhenunterschied überwinden. Die Kosten für das Projekt werden auf 82,7 Millionen Euro geschätzt; die klamme Stadt ist auf Zuschüsse angewiesen. In Betrieb könnte die Seilbahn frühestens im Jahr 2024 gehen. Sollte die Grundstücksfrage geklärt sein, könnte der Stadtrat nach der Sommerpause über den Einstieg in ein Planfeststellungsverfahren entscheiden.

Ein wesentliches Argument für die Seilbahn ist die Entwicklung der Bergischen Universität, die schon jetzt 22 000 Studenten zählt und beständig wächst. Ihre Andienung mit Bussen stoße in absehbarer Zeit auf Kapazitätsgrenzen, heißt es bei der Stadt. Die Seilbahnbefürworter setzen aber darauf, dass die Seilbahn Gäste von auswärts in die Stadt bringt. Auf den Südhöhen soll ein Parkhaus gebaut. Besucher sollen dort ihr Auto abstellen und dann in die Stadt gleiten.

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