• Spanien und Argentinien stehen sich im WM-Finale gegenüber – der Europameister trifft auf den Titelverteidiger.
  • Im Mittelpunkt stehen Stars wie Messi und Rodri, aber auch Trainererfahrung, Nervenstärke und eine starke Defensive spielen eine zentrale Rolle.

Spanien gegen Argentinien – der Europameister trifft auf den Titelverteidiger. Nach Rang und Namen ist die Final-Paarung dieser Fußball-WM alles andere als überraschend, genauso wenig unter dem Eindruck der gezeigten Leistungen. Worauf kommt es beim Showdown der beiden Fußball-Giganten am Sonntag (21.00 Uhr, ZDF und MagentaTV) in East Rutherford an?

Die Topspieler: Messi gegen Rodri

Messi: Natürlich. Wenn Argentinien, dann mit Lionel Messi. An zwölf der insgesamt 19 WM-Tore der Albiceleste war der achtmalige Weltfußballer direkt beteiligt. Acht schoss er selbst, vier bereitete er vor. Und Messi ist am Sonntag gleich doppelt motiviert: Bei seiner sechsten Weltmeisterschaft könnte sich der aktuelle WM-Rekordtorjäger (21) den Goldenen Schuh des besten Torschützen bei einer Endrunde sichern. Momentan liegt er gleichauf mit dem Franzosen Kylian Mbappé (beide 8 Tore).

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Lebende Fußball-Legende: Argentiniens Ikone Lionel Messi.© AFP | ROBERTO SCHMIDT

Rodri: Spaniens Messi ist gar keiner. Rodri hat völlig andere Stärken als Argentiniens Starspieler, er ist für seine Mannschaft aber genauso wichtig. Als Abfangjäger im defensiven Mittelfeld, aber auch als Taktgeber und Antreiber im Spiel nach vorn. Spaniens Trainer Luis de la Fuente nannte Rodri das „Rückgrat“ seines Teams. Recht hat er. Dank enormer Spielintelligenz und Ruhe fängt Rodri unzählige gegnerische Angriffe ab und kurbelt sofort die eigene Offensive an. 

France v Spain: Semi Final - FIFA World Cup 2026
Rodri ist der Dreh- und Angelpunkt des spanischen Spiels.© Florencia Tan Jun

Die Trainer: Scaloni gegen de la Fuente

Trainer: Der Meister trifft auf seinen Schüler. Klingt verrückt, ist aber so. Als der Argentinier Lionel Scaloni für seine UEFA-Pro-Lizenz paukte, war der Spanier de la Fuente einer seiner Lehrer. Was im Ausbildungszentrum des spanischen Fußballverbands in Las Rozas bei Madrid vor neun Jahren gelehrt wurde, muss gut gewesen sein. Scaloni (seit 2018 im Amt) gewann seit 2021 so ziemlich alles: die Copa América, die WM, nochmal die Copa – jetzt steht er im Finale. De la Fuentes steht seinem Gegenüber in nichts nach: Von 48 Länderspielen verlor er nur zwei. Beim bislang einzigen großen Turnier gelang vor zwei Jahren der EM-Triumph. 

Zwei Erfolgstrainer: Lionel Scaloni (l.) und Luis de la Fuente.
Zwei Erfolgstrainer: Lionel Scaloni (l.) und Luis de la Fuente.© ODD ANDERSEN

Die wichtigsten Eigenschaften

Erfahrung: Nur nicht nervös werden! Das WM-Finale ist und bleibt das größte Spiel der Fußballwelt. Milliarden schauen zu, die Gewinner werden unsterblich. Wer kann da schon cool bleiben, wenn beim Einlaufen der WM-Pokal am Spielfeldrand steht? Nun: 17 der 26 Argentinier kennen diese Drucksituation noch von 2022 und hielten dieser (teils sogar im Elfmeterschießen) stand. Ein Vorteil? Vielleicht. Bei den Spaniern sind allerdings auch 16 Spieler dabei, die vor zwei Jahren den EM-Titel gewannen.

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Disziplin: „Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften“ – gemäß diesem oft zitierten Motto dürften beide Teams ihr Augenmerk erstmal aufs Verteidigen legen. Vor allem Spanien beherrscht das bislang nahezu perfekt. Erst einen Gegentreffer kassierte La Roja bei dieser WM, im Viertelfinale gestatteten das Abwehrtalent Pau Cubarsi (19) und seine Mitspieler dem französischen Supersturm um Kylian Mbappé noch nicht mal eine wirkliche Torchance. Argentinien kassierte schon sechs Treffer, erzielte mit dem erfolgreichsten Angriff des Turniers aber auch 19 (Spanien 17). mit sid