Die Fans von Schalke 04, die Sitzplatzkarten für den Gästebereich des Paderborner Stadions ergattern konnten, staunten am Sonntagnachmittag nicht schlecht – denn sie schauten das Spiel teilweise direkt neben einem der Spieler: Henning Matriciani. Der derzeit verletzte Verteidiger (Reha nach Kreuzbandriss) verfolgte den emotionalen 3:2-Sieg nicht etwa auf der Haupttribüne, sondern im Gästeblock. Zahlreiche Fans haben Bilder von Matriciani aus dem Stadion gepostet – unter anderem S04-Stadionsprecher Dirk Oberschulte-Beckmann, der ebenfalls im Gästeblock war.
Nach sechs Vertragsjahren bei Schalke 04 wird Henning Matriciani den Klub am Saisonende verlassen. Der auslaufende Vertrag mit dem 26 Jahre alten Defensivspezialist wird nicht verlängert, wie Sportvorstand Frank Baumann bereits Mitte März im WAZ-Podcast „19:04 – Inside Schalke“ verkündet hat. Wie es für Matriciani weitergeht, ist noch offen.

Henning Matriciani ist bei Schalke 04 einer der Publikumslieblinge
Fest steht jedoch, dass Matriciani die Schalker auch künftig im Herzen tragen und den Fans eng verbunden bleiben wird – denn die Verbindung zwischen dem Verteidiger und dem Anhang war speziell. Doch es war keine Liebe auf den ersten Blick. Nachdem sich Matriciani im Jahr 2021 aus der Reserve-Mannschaft zu den Profis hochgekämpft hatte, wurde er zunächst belächelt.
Aufgrund seiner Einsatzfreude avancierte er jedoch im Laufe der Jahre zum Publikumsliebling. Zeitweise war er auf Schalke Stammspieler. In der Bundesliga-Saison 2022/23 kam er auf beachtliche 22 Startelf-Einsätze und wurde wegen einer tollen Grätsche beim 2:2 gegen Borussia Dortmund zu einem kleinen Derbyhelden der Königsblauen. Mit seinen Leistungen verdiente er sich sogar einige Einsätze in Deutschlands U21-Nationalmannschaft.
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In den vergangenen Monaten konnte Matriciani allerdings kaum noch für Schlagzeilen auf Schalke sorgen. Nach seiner Rückkehr von Leihverein Waldhof Mannheim im Sommer 2025 spielte er in den Planungen von S04-Coach Miron Muslic keine Rolle mehr. Wegen guter Trainingsleistungen verdiente er sich in der Hinrunde dennoch zwölf Kaderplätze und einen Kurzeinsatz – bis ihn ein Kreuzbandriss im Dezember 2025 ausbremste.
Seitdem arbeitet er in der Reha an seiner Rückkehr auf den Trainingsplatz. Fortschritte sind beim gelernten Physiotherapeuten allerdings deutlich erkennbar. Längst ist er ohne Krücken unterwegs. In den Sozialen Medien hat er zuletzt auch schon Videos gepostet, die ihm beim lockeren Laufen zeigen.





