83 Tage nach dem bitteren und folgenschweren Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga startet Fortuna Düsseldorf am Freitagabend (7. August) in die neue Saison in der 3. Liga. Um 19 Uhr eröffnen die Rot-Weißen die Spielzeit 2026/27 mit einem Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim. Nach einer durchaus erfolgreichen Sommervorbereitung. Mit fünf Siegen aus sieben Spielen, darunter ein 2:1-Heimerfolg gegen Borussia Dortmund, geht es für die Fortuna in der Kurpfalz um die ersten Punkte der Saison.
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Angesichts des großen Umbruchs, der von vielen Anhängern größtenteils positiv bewertet wurde, werden sich die Fans an viele neue Gesichter im Fortuna-Trikot gewöhnen müssen. Zudem müssen sie sich in der 3. Liga auf einige Änderungen im Vergleich zu den vorangegangenen Spielzeiten in der 1. und 2. Bundesliga einstellen. Ein Überblick.
Fortuna Düsseldorf in der 3. Liga: Wie groß war der Umbruch nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga?
Der Kader von Fortuna Düsseldorf hat sich nach dem Zweitliga-Abstieg enorm verändert. 23 Spieler verließen den Club. Darunter unter anderem mit Torhüter Florian Kastenmeier, den Eigengewächsen Shinta Appelkamp (zu Greuther Fürth) und Emmanuel Iyoha (zum 1. FC Magdeburg), Innenverteidiger Jordy De Wijs (zum RKC Waalwijk in die Niederlande) sowie Torjäger Cedric Itten (geht zu Werder Bremen in die Bundesliga) fünf prominente und beliebte Spieler.
Dafür gab der Traditionsverein Ende Juni die im Netz umjubelte Vertragsverlängerung von Fan-Liebling und Rechtsverteidiger Matthias Zimmermann bekannt. In der Sommerpause wurden zudem 15 neue Spieler verpflichtet sowie sieben Akteure aus dem eigenen Nachwuchsbereich in den Profi-Kader der Fortuna befördert. Talente wie Kilian Sauck und Anes Slimani sollen nun dauerhaft die Chance erhalten, sich in der Mannschaft von Trainer Alexander Ende festzuspielen.
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Anfang Juni wurden mit den Mittelfeldspielern Jomaine Consbruch (kommt von Greuther Fürth) und Rückkehrer Jorrit Hendrix (Preußen Münster) die ersten Sommertransfers präsentiert. Hendrix wird auch das Amt des Mannschaftskapitäns von Kastenmeier übernehmen. Ende Juni wurden mit Stürmer Fabian Schleusener (Karlsruher SC) und Dominique Heintz (1. FC Köln) weitere, namhafte Spieler mit viel Erfahrung vorgestellt.
Wie viele Saisonspiele absolviert die Fortuna in der 3. Liga?
Anders als in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga gehen in der 3. Liga nicht 18, sondern 20 Mannschaften an den Start. Damit hat die Fortuna insgesamt vier Saisonspiele mehr. 38 Partien stehen an, 19 Hin- und 19 Rückrundenspiele. Landet die Fortuna auf dem dritten Platz, kommen mit der Aufstiegsrelegation gegen den Tabellen-16. der zweiten Liga noch zwei Spiele hinzu.
Auf welche Clubs trifft die Fortuna in der 3. Liga?
Das komplette Teilnehmerfeld für die bevorstehende Saison in der 3. Liga stand durch den Zwangsabstieg von 1860 München in die Regionalliga zunächst noch nicht vollständig fest. Seit Mitte Juni ist jedoch klar, dass der TSV Havelse aus Niedersachsen trotz sportlichen Abstiegs in der 3. Liga bleiben wird, weil der Club als Tabellen-17. für die Münchner Löwen nachrücken wird. Aus der Regionalliga sind die SG Sonnenhof Großaspach, der SV Meppen, Fortuna Köln und die Würzburger Kickers in die 3. Liga aufgestiegen. Mit Zweitliga-Absteiger Preußen Münster, dem Ex-Club von Alexander Ende, kommt es auch in der anstehenden Saison wieder zu zwei Duellen.
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Zudem dürfen sich die Fans auf viele Spiele gegen Traditionsclubs freuen. Vor allem die Begegnungen gegen Rot-Weiß Essen und MSV Duisburg bringen eine Menge Brisanz mit sich. Seit vielen Jahren herrscht eine große Rivalität zwischen den jeweiligen Fangruppen. Doch auch die Spiele gegen Hansa Rostock und Alemannia Aachen dürften einige Anhänger der Düsseldorfer zumindest etwas über den bitteren Abstieg in die 3. Liga hinwegtrösten. Weitere Traditionsduelle stehen außerdem gegen den 1. FC Saarbrücken und Waldhof Mannheim an. Weiter bekommt es die Fortuna in der kommenden Saison noch mit Viktoria Köln, dem SC Verl, Wehen Wiesbaden, dem FC Ingolstadt 04, Jahn Regensburg, VfB Stuttgart II und der TSG Hoffenheim II zu tun.
Welche Highlights bietet der Spielplan?
Nach der Saisoneröffnung am Freitagabend bei Waldhof Mannheim folgen für die Rheinländer zwei Heimspiele in der Merkur Spiel-Arena. Zuerst empfängt die Fortuna am Samstag, 15. August, 14 Uhr, die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim. Für den Heimauftakt läuft bereits der Kartenvorverkauf. Nach dem Pokalheimspiel gegen den SC Freiburg am Sonntag, 23. August, 18 Uhr, folgt am 28. August, 19 Uhr, die Heimpartie gegen den VfB Stuttgart II. Das erste von mehreren Heim-Derbys und NRW-Duellen hat Fortuna Düsseldorf dann gleich am 5. Spieltag vor der Brust, wenn der MSV Duisburg am Samstag, 12. September, 14 Uhr, in der Arena zu Gast ist.
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Eine Woche später, am Samstag, 19. September, 14 Uhr, folgt bei Alemannia Aachen das Duell zweier Traditionsclubs. Am elften Spieltag, der noch nicht terminiert ist, reist der rot-weiße Tross zu Hansa Rostock, die derzeit von vielen Experten als wohl größter Aufstiegsfavorit gehandelt werden. Das letzte Heimspiel im Jahr 2026 bestreitet die Fortuna am letzten Wochenende vor Weihnachten (18. bis 20. Dezember) gegen Rot-Weiß Essen. In der Rückrunde steigt in der Ruhrmetropole dann das letzte reguläre Auswärtsspiel der Saison.
Kein Videoschiedsrichter in der 3. Liga
In der 3. Liga gilt – ganz klassisch – die Tatsachenentscheidung des Unparteiischen auf dem Platz. Aus Kostengründen und aufgrund der fehlenden, technischen Infrastruktur in vielen Drittligastadien kommt der Videoschiedsrichter, auch Video Assistant Referee (VAR) genannt, in der 3. Liga nicht zum Einsatz. Fehl- und generell viele Schiedsrichterentscheidungen dürften also bald wieder wild und ausgiebig diskutiert werden.
Fortuna in der 3. Liga: Wie viele Dauerkarten wurden verkauft?
Die Treue der Fortuna-Fans ist trotz des Abstiegs-Schocks weiterhin da. Wie der Club im Juli bekannt gab, wurden insgesamt 19.000 Dauerkarten verkauft und damit nur 1500 Jahrestickets weniger, als in der vergangenen Abstiegssaison. Gleichzeitig hat die Fortuna mit der Anzahl an verkauften Dauerkarten einen neuen Rekord in der 3. Liga aufgestellt. Nie zuvor setzte ein Drittliga-Club so viele Saisontickets ab.
Die Vorfreude auf die neue Saison und vor allem auf den Saisonauftakt ist jedenfalls groß. Am Freitag wird die launische Diva vom Rhein von 3400 Anhängern nach Mannheim begleitet. Der Gästeblock ist komplett ausverkauft. Der Andrang auf die Karten war unter den Mitgliedern so groß, dass keine Tickets in den freien Verkauf gingen.
Wie sind die Anstoßzeiten in der 3. Liga?
Auch die Anstoßzeiten unterscheiden sich in der 3. Liga etwas von denen aus der 2. Liga. So findet freitagsabends um 19 Uhr eine Partie statt. Samstags werden pro Spieltag fünf Begegnungen parallel um 14 Uhr und nicht wie bisher um 13.30 Uhr angepfiffen. Um 16.30 Uhr findet dann das Topspiel des Spieltages statt. Am Sonntag finden in der 3. Liga um 13.30 Uhr, 16.30 Uhr und 19.30 Uhr noch drei weitere Spiele statt. Am 38. und letzten Spieltag Mitte Mai 2027 werden alle Spiele zur gleichen Zeit angepfiffen.
Zudem wird es aufgrund des eng getakteten Kalenders auch Spiele unter der Woche, der sogenannten englischen Woche, geben. Dienstags und mittwochs werden dann in der 3. Liga jeweils fünf Spiele um 19 Uhr angepfiffen. Äußerst ungünstige Uhrzeiten für Auswärtsfahrer.
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Wo werden die Spiele von Fortuna Düsseldorf in der 3. Liga gezeigt?
Wer die Spiele von Fortuna Düsseldorf in der kommenden Drittliga-Saison live im TV sehen möchte, benötigt ein Abo beim Streamingdienst „Magenta Sport“. Der Bezahlsender der Telekom besitzt die Rechte an allen Einzelspielen der 3. Liga sowie für die Samstagskonferenz der fünf 14-Uhr-Spiele. Nach vielen Jahren müssen sich Fortuna-Fans mit Sky-Abo also umgewöhnen und einen neuen Streamingdienst abonnieren. Wie in den Jahren zuvor dürften aber auch einige Spiele der Saison 2026/27 live in der ARD und ihren Drittprogrammen gezeigt werden.




