Die Generalprobe vor dem Saisonauftakt der 3. Liga am kommenden Freitag (7. August, 19 Uhr) bei Hannover 96 ging aus Sicht von Fortuna Düsseldorf daneben. Mit 2:3 unterlag die Mannschaft von Trainer Alexander Ende bei den Niedersachsen. Vor dem Start in diese Spielzeit bei Waldhof Mannheim muss bei der Fortuna also noch an der ein oder anderen Stellschraube gedreht werden.

Angesichts des Komplett-Umbruchs mit zahlreichen Ab- und Zugängen kann sich die Bilanz der diesjährigen Sommervorbereitung aber dennoch durchaus sehen lassen. Fünf von sieben Testspielen gewannen die Rot-Weißen, darunter eine Partie gegen Vize-Meister Borussia Dortmund (2:1) im Rahmen eines Familientages in der Arena am 25. Juli.

Rund elf Wochen nach dem dramatischen und folgenschweren Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga geht es für die Rheinländer in der Kurpfalz wieder um Punkte. Die Stimmung im und rund um den Club ist vor dem ersten Spieltag jedenfalls weitaus besser als am 17. Mai dieses Jahres (und in den Wochen danach), als die Fortuna nach einer indiskutablen Leistung mit 0:3 bei Greuther Fürth verlor und den Klassenerhalt am letzten Zweitliga-Spieltag noch aus der Hand gab. 19.000 Dauerkarten wurden für die bevorstehende Saison verkauft, 3400 Fans sind am Freitag beim Auftakt in Mannheim dabei. Die Hoffnung bei den Anhängern auf den direkten Wiederaufstieg ist groß.

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Fortuna Düsseldorf vor dem Drittliga-Start: KI sieht die Rot-Weißen ganz vorn

Die Buchmacher sehen die Düsseldorfer auf alle Fälle als einen Favoriten für den Aufstieg. Mit einer Aufstiegsquote von 2,0 bis 2,1 gilt die Fortuna als heißester Kandidat auf die Rückkehr in die 2. Bundesliga – noch vor Hansa Rostock mit einer Quote von 2,3. Auch die Wettanbieter sehen den Traditionsverein aus Nordrhein-Westfalen ganz vorne. Dort kommt der DFB-Pokalsieger von 1979 und 1980 auf Quoten zwischen 4,0 und 4,2.

Pay-TV-Sender „Magenta Sport“, der die Live-Rechte für alle 380 Partien der 3. Liga besitzt, hat vor dem Saisonstart die Künstliche Intelligenz gefragt, wie die Abschlusstabelle nach 38 Spieltagen aussehen wird. Geht es nach der KI, gelingt der direkte Wiederaufstieg. Demnach landet die Fortuna am Ende mit 77 Punkten auf dem ersten Tabellenplatz, vor Hansa Rostock (74 Punkte) und Rivale Rot-Weiß Essen (70 Punkte).

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Bei der Drittliga-Konkurrenz gilt Fortuna Düsseldorf trotz eines namhaften Kaders und des größten Stadions im Ligavergleich hingegen nicht als Top-Favorit auf den ersten Tabellenplatz. Wie eine Umfrage des Portals „liga3-online“ bei den Cheftrainern der 3. Liga zeigt, gilt Hansa Rostock als Aufstiegsanwärter Nummer 1. 17 von 20 Trainern beteiligten sich an der Umfrage, lediglich Uwe Koschinat von Rot-Weiss Essen, Rui Mota von Fortunas erstem Gegner Waldhof Mannheim sowie Rostocks Coach Daniel Brinkmann gaben keine Tipps ab. Alle teilnehmenden Trainer nannten den FC Hansa (17 Stimmen) als Favoriten auf den Aufstieg, direkt dahinter folgt jedoch gleich die Fortuna mit 14 Stimmen vor dem RWE mit 11 Stimmen.

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Auch gegenüber dem „Reviersport“ enthielten sich die Trainer aus Rostock, Mannheim und Essen bei einer weiteren Umfrage. Die 17 weiteren Drittliga-Trainer nannten aber auch dort den Traditionsclub aus Mecklenburg-Vorpommern als Aufstiegsfavoriten. Die Fortuna erhielt hier sogar 15 Stimmen und wird dementsprechend auch von der Konkurrenz hochgehandelt.

Direkter Wiederaufstieg: Fortuna-Trainer Ende übt sich in Zurückhaltung

Geht es nach Rückkehrer und Neu-Kapitän Jorrit Hendrix, ist die Zielsetzung für die anstehende Saison jedenfalls klar: „Dieser Verein gehört nicht in die 3. Liga. Deswegen bin ich auch zurückgekommen, um ihn dorthin zu bringen, wo er hingehört“, so der Mittelfeldspieler, der bereits in der Spielzeit 2022/23 für die Rot-Weißen spielte und nun nach einem Jahr in Australien und zwei Jahren bei Preußen Münster in die NRW-Landeshauptstadt zurückgekehrt ist. Dennoch ist sich der Niederländer bewusst, dass das Unterfangen direkter Wiederaufstieg „überhaupt nicht“ leicht werde, „aber der Anspruch muss da sein“.

Sein Club backt hingegen kleinere Brötchen und übt sich vor dem Auftakt in Mannheim eher in Zurückhaltung. Vor der vergangenen Saison sprachen die damaligen Verantwortlichen um Ex-Trainer Daniel Thioune, den ehemaligen Sportdirektor Christian Weber und auch Clublegende und Ex-Sportvorstand Klaus Allofs nämlich noch vollmundig vom Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Der Rest ist bekannt.

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Chefcoach Alexander Ende hat, offenbar auch angesichts des großen Umbruchs, jedenfalls andere Aufstiegskandidaten auf der Rechnung als seine eigene Mannschaft: „Ich denke, dass Hansa Rostock, der MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen zu den Favoriten gehören“, so der 46-Jährige. Und seine Zielsetzung für die am Freitag startende Saison? „Wir wollen versuchen, im oberen Tabellendrittel dabei zu sein.“