Drei Pflichtspiele – drei Niederlagen. Für die Fußballer von Fortuna Düsseldorf steht am Freitagabend die nächste Heimpartie (19 Uhr, Arena) gegen den VfB Stuttgart II in Liga drei an. Und glaubt man den Stimmen im Umfeld des Traditionsclubs, ist das Duell bereits eine Art erstes Endspiel für Coach Alexander Ende. Sollte sein Team gegen die Schwaben nicht gewinnen, könnte es ungemütlich werden für den 46‑Jährigen. „Unser Auftritt muss sich definitiv ändern“, betonte auch Ende während der Pressekonferenz vor dem Spiel. Vor allem die Leistung gegen Hoffenheim II (0:2) im jüngsten Heimspiel vor 25.000 – anfangs hoffnungsfrohen – Fans war ihm dabei sauer aufgestoßen.

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An der Diskussion über seine Person will sich Ende allerdings nicht beteiligen. „Die Kürze der Woche erlaubt es mir, den Blick nur auf Freitag zu legen. Alles was rechts und links passiert – dafür bleibt keine Zeit“, sagt der Coach. „Die Energie muss ausschließlich in dieses Spiel gehen. Ich mache mir nur Gedanken darüber, wie wir am Freitag ergebnismäßig die richtige Richtung einschlagen.“

Fortuna-Coach Ende zu Stuttgart II: „U-Mannschaften“ zeichnen sich durch Tempo und Kreativität aus

Gegen Stuttgart sieht Ende durchaus Parallelen zum Hoffenheim-Spiel. Es kommt wieder eine sogenannte U-Mannschaft nach Düsseldorf. „Die sind alle laufstark und individuell stark“, meint der gebürtige Grevenbroicher. „Ich glaube schon, dass wir auf eine ähnliche Qualität treffen wie gegen Hoffenheim.“ Diese Teams zeichneten sich vor allem durch „Tempo und Kreativität“ aus, so Ende weiter. „Diese Qualitäten müssen wir den Stuttgartern nehmen – und nicht geben wie gegen Hoffenheim.“

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Eine der großen Fragen vor dem Flutlichtspiel lautet zudem: Wer steht bei der Fortuna gegen die Zweitvertretung der Schwaben im Tor? Louis Lord oder Lasse Rieß? Coach Ende will sich auch diesmal nicht in die Karten schauen lassen, was die Aufstellung betrifft, auch nicht bei der Wahl der Nummer eins. „Die Entscheidung, wie wir die Torwartposition am Freitag besetzen, steht bereits, bleibt aber bis zum Spiel intern“, so der Übungsleiter. „Wir haben einen Austausch mit allen Beteiligten geführt und darüber informiert.“

Gegen Rieß ist ehrlicherweise nicht übermäßig viel einzuwenden. Außer, dass er im ersten Spiel in Mannheim beim 0:1 patzte und dann im Heimspiel gegen Hoffenheim II in der Spieleröffnung unsicher wirkte. Das aber tat Lord in einigen Szenen im Pokal gegen den SC Freiburg ebenso. Für einen Einsatz von Rieß spricht zudem die Gangart des Trainers. Alexander Ende sagte bereits nach dem Waldhof-Spiel: „Lasse ist als Nummer eins in die Saison gegangen. Ich bin kein Trainer, der wild wird. Es geht darum, dem Spieler Vertrauen zu schenken. Gerade auf wichtigen Positionen.“

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Die Fans haben sich im Großteil allerdings nach dem Freiburg-Spiel auf Lord eingeschworen, während Rieß in der Partie zuvor gegen Hoffenheim gar vereinzelt Pfiffe kassierte: „Lord muss die neue Nummer 1 werden“. Diesen oder ähnliche Sätze las man nach dem Pokal-Aus vermehrt in den Kommentarspalten in den Sozialen Netzwerken. Lord hätte die Fortuna trotz fünf Gegentoren vor einer höheren Niederlage bewahrt.