Mönchengladbach. . Borussia Mönchengladbachs Innenverteidiger Andreas Christensen bekommt mit den stärksten Angreifern der Welt zu tun: Dortmunds Aubameyang und Barcelonas Messi. Mit Gladbachs sportlicher Krise wird ein Verbleib des Leihspielers vom FC Chelsea immer unwahrscheinlicher.

Die Zeiten sind eisig bei Borussia Mönchengladbach. Das lag am Dienstag beim Training im Borussia-Park wahrlich nicht nur an den Temperaturen um den Gefrierpunkt. Tabellenplatz 13, nur ein Sieg in den jüngsten acht Pflichtspielen – und jetzt auch noch die Auswärtshürden in Dortmund am Samstag (15.30 Uhr/Sky) und in Barcelona am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) vor der Nase. Es gibt günstigere Ausgangspositionen.

Für Innenverteidiger Andreas Christensen wird es die bislang größte Herausforderung seiner noch jungen Karriere. „Pierre-Emerick Aubameyang ist in der Bundesliga der schwerste Gegenspieler. Er ist verdammt schnell und unberechenbar“, betont der 20-jährige Däne vor dem Borussia-Duell am Samstag in Dortmund.

Nur ein Sieg in 17 Auswärtsspielen

Die auswärts notorisch schwachen Gladbacher laufen als Außenseiter auf. In den jüngsten 17 Bundesliga-Treffen auf gegnerischem Rasen siegte die Elf vom Niederrhein nur einmal: beim 2:0 in Darmstadt, als es am 34. Spieltag der Vorsaison um gar nichts mehr ging.

Fast genauso viel steht am nächsten Dienstag sportlich im finalen Gruppenmatch der Champions League beim FC Barcelona auf dem Spiel. Eine mögliche Punktprämie von 500 000 Euro mal außen vorgelassen. Und dennoch wird Barca gerade auch für Andreas Christensen ein besonderes Treffen. Gegen Lionel Messi, Neymar oder Luis Suárez ein Spiel ohne Gegentreffer zu überstehen, das wäre für den dänischen Nationalspieler schon eine feine Visitenkarte.

Und eine große Empfehlung. Das Abwehrtalent soll künftig eine Größe in der Chelsea-Innenverteidigung sein. Diverse englische Medien spekulierten in den vergangenen Tagen darüber, dass Christensen in der Saison 2017/18 bei den Blues in der Premier League seinen Mann stehen wird.

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hört und liest das nicht gern. Der 43-jährige Münchener hofft weiter auf eine dritte Ausleihsaison seines Toptalents von der Stamford Bridge in den Borussia-Park. Doch die Chancen schwinden mit der aktuellen sportlichen Krise.

Zum aktuellen Spitzenreiter

„Ich will da spielen, wo ich mich am besten weiterentwickeln kann“, sagt Christensen. Da scheint der aktuelle Spitzenreiter der Premier League die bessere Adresse zu sein. Von einem erneuten Einsatz auf internationaler Ebene in der Saison 2017/18 ist die Borussia weit entfernt. Es könnte das entscheidende Argument bei Christensens Entscheidung in oder nach der Winterpause sein.