Die Abstiegsfrage in der Handball-Regionalliga empfindet Trainer Thomas Molsner vom OSC Rheinhausen als müßig. Und die dazugehörige Abstiegszone, in der mit den insolventen Remscheidern sowie den notorisch erfolglosen BHC-Werfern und Dinslakenern drei Klubs bereits ohne Hoffnung sind, stellt eher ein rotes Tuch dar. Das liegt vor allem an der Tatsache, dass auch vor dem Heimmatch gegen die gefährdete Reserve von TuSEM Essen am Samstag (19.15 Uhr, Krefelder Straße) niemand die genaue Zahl der Absteiger ermitteln kann.
Vier Drittligisten vom Nordrhein schweben in Abstiegsgefahr
Mit dem VfL Gummersbach II, dem TV Korschenbroich, TV Aldekerk und den Bergischen Panthern sind aktuell vier Teams in den 3. Ligen aus dem Nordrhein-Bereich akut in Abstiegsgefahr. Heißt: Vier oder gar fünf Klubs könnte es deshalb aus der viertklassigen Regionalliga am Ende erwischen. Der OSC besitzt auf Platz fünf bei neun Siegen aus 17 Spielen zwar Vorsprung. Der könnte aber im Niederlagenfalle gegen Essen II auf nur noch zwei Punkte schrumpfen.

„Solche Spekulationen machen alle nur nervös. Wir sollten unser Spiel spielen und nicht nach links oder rechts schauen“, betont Coach Molsner. Das interne Etappenziel aus dem Februar, vier Punkte aus vier Spielen, hat sein Team trotz guter Leistungen verfehlt. Gegen die Topteams aus Bonn und Düsseldorf/Ratingen fehlte zuletzt schlicht ein wenig Fortune. Eigenverschuldet war indes das saftige 24:31 gegen BTB Aachen im Heimspiel.
Drei Gegner für den OSC Rheinhausen aus der Gefahrenzone
Nun hat der OSC mit Essen, Unitas Haan und Siebengebirge-Thomasberg drei Gegner vor der Flinte, die allesamt an und in der Abstiegszone kleben. Dazu gibt es intern trotz einiger Krankheitsfälle positive Entwicklungen. Linkshänder Elias Eiker ist nach langer Verletzungspause wieder auf einem guten Weg. „Elias soll gegen Essen mehr ins Spiel eingebunden werden“, kündigt Coach Molsner an. Und hofft da auf einen ähnlichen Weg wie Rückraumwerfer Daniel Zwarg, der sich nach monatelanger Zwangspause seiner Bestform annähert.

In Fabian Büttner und auch Justin Kauwetter stehen auf den Halbpositionen im Rückraum zwei Stabilisatoren zur Seite. Auch der variable Felix Molsner dürfte mehr Spielanteile erhalten. Dazu ist Trainer Molsner derzeit mit der Arbeit am Kreis zufrieden. Matthias Meurer erwies sich zuletzt oft als treffsicher. Daniel Küpper Ventura hat seine Qualitäten vor allem im Innenblock der Abwehr.
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„Wir sind in der Liga konkurrenzfähig und haben es in der eigenen Hand, dies über die laufende Saison hinaus zu bleiben“, versichert Thomas Molsner. Der ist aktuell auch schon in neuer Rolle neben dem Spielfeld aktiv. Für das künftige Team werden vor allem noch zwei Rückraumspieler gesucht. „Wir sind in guten Gesprächen und deshalb zuversichtlich“, bekräftigt Molsner, ohne mögliche Kandidaten nennen zu wollen.

In Elias Eiker (Adler Königshof), Fabian Büttner (Interaktiv.Handball Düsseldorf/Ratingen) und Felix Molsner (beruflich/B-Jugend-Beachhandball-Nationaltrainer) werden sich drei Rückraumwerfer verabschieden. Kaan Taymaz (zu Drittligist Bergische Panther Burscheid) ist ja schon seit Mitte Februar nicht mehr beim OSC. Mit den Kreisläufern Nik Dreier (vom MTV Rheinwacht Dinslaken) und Max Schlögl (VfL Gladbeck), die Daniel Küpper Ventura (zu TV DJK Oppum) und Matthias Meurer (zu Adler Königshof) ersetzen sollen, sowie Linksaußen Niklas Kölsch (MTV Rheinwacht Dinslaken) stehen aktuell drei Zugänge fest.


