Geht’s über Erbach und Chemnitz nach Thailand? Was wie eine etwas gewagte Flugroute klingt, ist der Weg, auf dem sich Leni Chilla aktuell befindet. Die zwölfjährige Meidericherin hatte bei ihrem ersten internationalen Turnier im Brazilian Jiu-Jitsu auf Anhieb die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft auf Zypern gewonnen. Und das bei U-16-Titelkämpfen. Nun hat sie ihre ersten großen Titel eingefahren: Die junge Duisburgerin ist frischgebackene Westdeutsche und Deutsche Meisterin.
In Erbach ging es zunächst einmal um den Titel im Westen. Im Anschluss an die EM ist sie nun eine Gewichtsklasse nach oben gesprungen und trat im U-14-Bereich in der Klasse bis 52 Kilogramm an. Bei den westdeutschen Titelkämpfen musste sich Leni Chilla gegen zwei Konkurrentinnen durchsetzen und zwang beide in Folge eines Choke-Griffes zur vorzeitigen Aufgabe. Bei der Deutschen Meisterschaft standen ihr drei Gegnerinnen gegenüber. Hier folgte zweimal das gleiche Spiel: Choke-Griff durch Leni Chilla, dann Aufgabe des Gegenübers. Der dritte Kampf ging allerdings über die volle Zeit, doch auch hier kam die Siegerin, diesmal nach Punkten, aus Duisburg.
Weitere Artikel:
Nun kann es hoch hinaus gehen. Denn aktuell warten Leni und ihre Eltern auf eine Nachricht des Deutschen Jiu-Jitsu-Verbandes: Es wird erwartet, dass der Bundestrainer in Kürze seine Entscheidung darüber trifft, wer mit der Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft nach Thailand fliegen darf. In Meiderich hofft die Familie Chilla nun darauf, dass es bald positive Nachrichten gibt.


