Das Spiel in Düsseldorf gegen die Vienna Vikings war nicht gut. Das erste echte Heimspiel von Rhein Fire in der Saison 2025 der European League of Football war weit davon entfernt, als Wiedergutmachung durchzugehen. Die Rheinländer verloren in Duisburg vor nur 7295 Zuschauern gegen die Paris Musketeers deutlich und verdient mit 7:31 (0:17, 7:0, 0:7, 0:7). In Woche eins hatte Fire das Hinspiel in der französischen Hauptstadt noch mit 17:15 für sich entschieden.

Der Himmel über Duisburg weinte – zumindest im ersten Viertel. Und tatsächlich gehörten die ersten 15 Minuten zu den schlechtesten Quarters, die Rhein Fire seit seiner Neugründung in der ELF gespielt hat. Keine Frage: Der Regen sorgte dafür, dass der Ball nicht einfach zu spielen war – da es aber auch in der Pariser Hälfte geregnet hat, greift das als Entschuldigung für viele Fehler nicht. Paris machte schnell Dampf, führte nach vier Minuten mit 7:0. Der erste Drive der Duisburger war dagegen schnell beendet – und es wurde erstmals bitter. Der Fire-Punt endete mit einem Touchback und die Musketeers trugen den Ball von der eigenen 20-Yard-Linie beinahe bis zur gegnerischen 20-Yard-Markierung. Die Folge war ein Field Goal der Gäste und damit das 10:0 für Paris. All die Probleme, die sich bereits bei der Niederlage in Düsseldorf gegen Wien gezeigt hatten, wiederholten sich in diesem Spiel – und waren zeitweise noch schlimmer. Die fehlerhaften Snaps, also die Anspiele auf den Quarterback, führten beispielsweise zu einem üblen Ballverlust, den Paris nach nicht einmal zehn Minuten mit dem 17:0 bestrafte. Pässe kamen nicht an, Passempfänger waren viel zu oft nicht anspielbar und auch das Laufspiel war nicht gut.

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Immerhin: Rund eineinhalb Minuten vor Viertelende gelang Rhein Fire ein Turnover und fortan waren die Hausherren etwas besser im Spiel. Die Folge des Ballgewinns war der erste Touchdown der Rheinländer kurz nach Beginn des zweiten Quarters, als Spielmacher Chad Jeffries aus einem Yard Entfernung den Ball über die Linie drückte. Für den Extrapunkt trat nicht Punter Max Eisenhut an – Kicker Sebastian van Santen ist verletzt – sondern Wide Receiver Leon Höltker, der erfolgreich auf 7:17 verkürzte. Einen weiteren Ballgewinn nach einem Pariser Fumble konnte Fire dagegen nicht in Punkte umsetzen. Fire war zu diesem Zeitpunkt nicht gut, aber deutlich besser im Spiel als im ersten Viertel.

Alles zu Rhein Fire:

Wirklich in Fahrt kam Rhein Fire aber auch nach der Halbzeitpause nicht. Nachdem in der Vorwoche zumindest die Defensive einen starken Job gemacht hatte, hatten die Weinroten diesmal wiederholt große Probleme, das Laufspiel der Gäste zu stoppen. Zudem ergaben sich viel zu oft freie Passwege für die Musketeers. All das nutzten die Franzosen, um eineinhalb Minuten vor Ende des dritten Viertels auf 24:7 zu erhöhen. Und das war bereits mehr als eine Vorentscheidung in diesem Spiel. Bei ähnlichen Spielständen (zu Gunsten der Rheinischen) hätte Fire in der Vorsaison die Situation genutzt, um der zweiten Garde Spielpraxis zu geben. Aktuell läuft jedoch die erste Garde ihrer Form hinterher, die verletzungsbedingten Ausfälle tun ihr Übriges dazu. Sieben Sekunden vor Quarterende unterlief Quarterback Chad Jeffries auch noch eine Interception. Amir Kilani fing den Pass ab, der für Rory Starkey gedacht war.

Im letzten Viertel verloren dann auch die Fire-Fans die Geduld, als abermals ein Snap auf Quarterback Chad Jeffries völlig in die Binsen ging. Knapp fünf Minuten vor Schluss legte Paris einen weiteren Touchdown nach. Bereits am Samstag (18 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena) steht gegen die Hamburg Sea Devils das nächste Heimspiel auf dem Plan. Bis dahin bleibt für die Coaches um Interimscheftrainer Richard Kent viel Arbeit.