Die European Football Alliance, der Zusammenschluss von acht Franchises der European League of Football, der auch Rhein Fire angehört, verschärft den Ton im Streit mit der Liga. Und es wird handfest. In einer Pressemitteilung prangert die EFA „ausbleibende oder verspätete Auszahlungen der Einnahmen“ an.
Vielmehr erhalten Franchises keine belastbaren Informationen zu zentralen Einnahmequellen wie TV-Verträgen, Sponsorenvereinbarungen oder Merchandising-Umsätzen.
European Football Alliance, in einer Pressemitteilung
Die Liga verhalte sich nach wie vor intransparent. So erklären die Clubs: „Vielmehr erhalten Franchises keine belastbaren Informationen zu zentralen Einnahmequellen wie TV-Verträgen, Sponsorenvereinbarungen oder Merchandising-Umsätzen. Einnahmen werden teils deutlich zu spät oder gar nicht an die Franchises ausgezahlt. Offene Forderungen gegenüber den Franchises bleiben bestehen.“
Außerdem heißt es: „Während die Liga zentrale Erlöse kontrolliert, tragen die Franchises den Großteil der operativen Kosten. Es gibt keine Mechanismen zur Unterstützung wirtschaftlich schwächerer Standorte. Vielmehr operiert die Liga nach einem Strukturmodell, welches Franchises zunehmend belastet, ihre wirtschaftliche Entwicklung behindert und im einseitigen Interesse seitens der Liga betrieben wird. Gleichzeitig werden Franchises, die im direkten wirtschaftlichen Näheverhältnis zum Ligaeigentümer stehen, bevorzugt behandelt. Dies betrifft sowohl den Zugang zu Ressourcen, die kommunikative Sichtbarkeit als auch die operative Unterstützung.“
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Generell stellt die EFA der Liga ein schlechtes Zeugnis aus: „Die operative Qualität, wirtschaftliche Integrität und das sportliche Produkt stagnieren bestenfalls, in vielen Bereichen ist sogar eine Verschlechterung zu beobachten. Die Liga und ihre Entscheidungsträger waren bislang nicht in der Lage, signifikante Sponsoren zu gewinnen, dauerhaft zu halten oder strategisch aufzubauen, was maßgeblich auf die schlechte Business-Reputation und den enttäuschenden Track Record des Senior-Managements der Liga zurückzuführen ist. Dies wirkt sich ebenfalls negativ auf die Glaubwürdigkeit der Franchises aus und erschwert den Aufbau langfristiger Partnerschaften sowie die finanzielle Stabilität der Organisationen.“
Alles zu Rhein Fire:
Die ELF verhalte sich realitätsfern und tue die Sorgen der Clubs mit nichtssagenden Floskeln ab. Zudem verschlechtere die ungleiche Verteilung der Ressourcen die wirtschaftliche Lage der Clubs. „Gerade finanziell unter Druck stehende Teams können häufig weder in eine professionelle medizinische Betreuung noch in eine nachhaltige Infrastruktur oder eine stabile Organisation des Spielbetriebs investieren. In der Folge steigen nicht nur Verletzungsrisiken für die Spieler, sondern auch die Qualität des Trainings- und Wettkampfniveaus und entsprechend das Gesamtprodukt leidet“, heißt es in der Mitteilung.
Der Forderungskatalog der EFA: 1. Volle Transparenz über zentrale Verträge und Einnahmeströme (TV, Sponsoren, Merchandising); 2. Eine faire, strukturierte Beteiligung der Franchises an den Ligaeinnahmen; 3. Klare Regelungen zu Interessenkonflikten und Eigentumsverhältnissen; 4. Mechanismen zur Unterstützung wirtschaftlich schwächerer Standorte; 5. Den Aufbau einer partnerschaftlichen Ligastruktur.
Am Ende steht erneut, leicht verklausuliert, die Androhung, eine eigene Liga zu gründen. Da sich die Allianz ausdrücklich vorbehalte, „alle Optionen zu prüfen, die dem langfristigen Erhalt und der Weiterentwicklung ihrer Organisationen dienen“.



