In Al Bundys Leben lief nicht so viel rund. Sein Highlight in der TV-Serie „Eine schrecklich nette Familie“ war ein Spiel der Polk High School, in dem ihm einmal vier Touchdowns gelangen. „In nur einem Spiel“, wie die von Ed O‘Neill dargestellte Figur gerne betonte. Darüber konnte Rhein Fire am Sonntagnachmittag nur müde lächeln. Als Harlan Kwofie in der letzten Minute der ersten Halbzeit im Spiel gegen Berlin Thunder zum sechsten Mal einen Touchdown-Pass von Quarterback Chad Jeffries gefangen hatte, sagte er in die TV-Kamera: „Too easy.“ Tatsächlich haben es in die Berliner den Duisburgern viel zu leicht gemacht. Am Ende stand ein 69:7 (19:0, 33:0, 3:0, 14:7)-Sieg in der European League of Football zu Buche.

Unfassbar, was Kwofie und Chad da gerade zaubern.

Martin Wagner, Gesellschafter von Rhein Fire

In den Angriffsbemühungen der Gäste wechselten sich Fumble, also Ballverluste, und Punts, also weggekickte Bälle im vierten Versuch, ab, während bis zur Halbzeitpause jeder einzelne Angriffszug der Hausherren mit einem Touchdown abgeschlossen wurde. Und noch viel krasser: Es waren Pass-Touchdowns. „Unfassbar, was Kwofie und Chad da gerade zaubern“, freute sich Rhein-Fire-Gesellschafter Martin Wagner über die konzentrierte Leistung, die die rund 9000 Zuschauer zu sehen bekamen. Das dürfte auch den Kartenverkauf für die beiden noch ausstehenden (Top-) Spiele gegen die Raiders Tirol (10. August) und Nordic Storm (17. August, beide um 16.25 Uhr) weiter anheizen, in denen es für die Duisburger um die Play-off-Qualifikation gehen wird.

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Bereits im ersten Viertel konnte sich Harlan Kwofie für einen Touchdown-Hattrick feiern lassen. Angesichts der klaren Fire-Überlegenheit war es dann auch fast schon belanglos, dass Ersatz-Kicker Eritros Haggi wie schon im vorherigen Spiel keinen guten Tag erwischt hatte. Alleine in der ersten Halbzeit ließ er vier Extrapunkte liegen. In einem engen Football-Spiel kann so etwas zu einem Ärgernis werden. Neben der Kwofie-Show der ersten Hälfte beteiligten sich auch Mark Pope und Clemens Schuldt mit gefangenen Touchdown-Pässen an der Machtdemonstration des Titelverteidigers.

Alles zu Rhein Fire:

In den Vierteln drei und vier ließ es Rhein Fire entspannt angehen. Die zweite Garde bekam Spielpraxis, so auch Backup-Quarterback Rohat Dagdelen, der ansonsten auch nicht beschäftigungslos ist. Als eine Art Spielertrainer beteiligt er sich als „Play-Caller“ am offensiven Coaching, wenn er selbst nicht auf dem Platz steht. Bitter: Fünf Minuten vor Ende schied er verletzt aus.

Die Statistik:

Touchdowns: Harlan Kwofie (6), Clemens Schuldt (2), Mark Pope, Chauncey Moore; Field Goals: Eritros Haggi; Extrapunkte: Eritros Haggi (6).