Es mag befremdlich sein, dass Rhein Fire und die sieben übrigen Teams der Rebellenallianz ihren Disput mit der European League of Football öffentlich führen. Tatsächlich gibt es auch Fans, die in den Kommentarspalten der Sozialen Medien ihren Unmut darüber äußern. Fakt ist aber: Dem zweifachen ELF-Meister und den Teams der European Football Alliance bleibt schlicht und einfach keine andere Wahl.
Schon seit Jahren beklagen die Duisburger Footballer, dass es Probleme innerhalb der Liga gäbe, dass sie nicht mit allen Entscheidungen von Ligaboss Zeljko Karajica einverstanden sind, dass sie das Modell, nicht wirklich an den Entscheidungen in und für die Liga beteiligt zu sein, nicht gutheißen. Bislang geschah das stets hinter vorgehaltener Hand. Das Problem ist nur: Aus Sicht der Clubs hat sich nicht das Geringste verändert. Rhein Fire betonte wiederholt, dass die ELF nicht all ihren Verpflichtungen gegenüber den Franchises nachkomme. So musste der Meister einerseits die Preise erhöhen, auf der anderen Seiten gibt es immer mehr Fallobst in der Liga, sodass die Spiele – abgesehen von Highlight-Spielen in Wien und Kopenhagen – immer einseitiger werden. Die Folge: Es kommen zwar immer noch etwas mehr als 7000 Fans zu den Heimspielen, doch das sind nun einmal rund 3000 weniger als in der Vorsaison.
Alles zu Rhein Fire:
Rhein Fire kämpft schlicht und einfach ums Überleben – und vor allem dagegen, dass ihnen zum zweiten Mal in ihrer Geschichte die Liga unter dem Allerwertesten wegstirbt. Als der große Bruder in den USA 2007 das Ende der NFL Europa beschloss, war das auch gleichzeitig das Ende des ersten Rhein Fire. Schon damals florierte dieser Club. Dass die Rheinischen, die inzwischen den Weg von Düsseldorf nach Duisburg gefunden haben, dieses Szenario, wenn auch anders gelagert, kein zweites Mal erleben wollen, liegt auf der Hand. Mangels Gesprächspartners bleibt nur der Weg der öffentlichen Auseinandersetzung. Um die eigene Zukunft zu retten.


