Es hätte brisant werden können. Rhein Fire hätte einen Sieg benötigt, um als amtierender Meister noch in die Play-offs der European League of Football einzuziehen. Und das gegen Nordic Storm mit Quarterback Jadrian Clark, der beide ELF-Meisterschaften mit den Duisburger Footballern gewonnen hatte. Doch schon am Samstagabend um 21.09 Uhr stand fest: Die Mannschaft von Cheftrainer Richard Kent steht in der K.-o.-Phase, weil die Paris Musketeers ihr Spiel in Wien verloren hatten, nachdem die Vienna Vikings das Spiel fünf Sekunden vor Ende ausgeglichen und dann in der Overtime gewonnen hatten. Sogar der Gegner in der „Wild-Card-Runde“, eine Art Pre-Play-offs, stand aufgrund der übrigen Ergebnisse vor dem Kick-off fest: In einer Woche geht es erneut gegen Nordic Storm, dann aber in Kopenhagen.
Wir spielen hier, um das zu gewinnen.
Richard Kent, Cheftrainer von Rhein Fire
Letztlich ging es nur noch darum, ob sich in der dänischen Hauptstadt der Dritte der Gesamtrangliste und der Sechste oder der Vierte und Fünfte gegenüber stehen werden. Gespielt wird am Sonntag um 15 Uhr. Die 10.361 Zuschauer an der Wedau sahen also eine Art Probelauf für den Ernstfall. Der fiel übrigens ausgesprochen unterhaltsam aus. „Wir spielen hier, um das zu gewinnen“, sagte Fire-Headcoach Richard Kent. Tatsächlich hielten sich beide Teams nicht zurück. Letztlich setzten sich der aktuelle Meister gegen die Nordlichter mit 27:19 (0:0, 14:12, 10:7, 3:0) durch.
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Optisch war die Kopenhagener Offensive zu Beginn der Partie stärker, dennoch stand es nach dem ersten Viertel 0:0. Einmal stoppte die Fire-Defensive die Gäste kurz vor der Endzone; der anschließende Field-Goal-Versuch der Dänen ging daneben. Als es kurze Zeit wieder so weit war, spielten die Nordischen ihren vierten Versuch aus, schafften es aber nicht in die Endzone. Zu Beginn des zweiten Quarters war es dann aber so weit: Die Gäste lagen mit 6:0 in Führung. Da aber der Extrakick daneben ging, sorgte der folgende Touchdown von Harlan Kwofie für die Führung, weil anschließend Sebastian van Santen durch die Stangen traf. Auch den zweiten „Sechser“ konnten die Gäste nicht veredeln, sodass Rhein Fire nach einem schicken Lauf von Jonathan Scott mit einer 14:12-Führung in die Pause ging. Das lag allerdings auch daran, dass ein weiterer Touchdown der Gäste nicht anerkannt wurde und der ausgespielte vierte Versuch den Dänen nichts einbrachte.
Alles zu Rhein Fire:
Als Rhein Fire vor stimmungsvoller Kulisse an der Wedau nach einem Touchdown von Scott und einem Field Goal durch van Santen mit 24:12 führte, schien die Sache beinahe entschieden zu sein, doch die Dänen kamen noch einmal heran. Letztlich „drohte“ gar eine Overtime, aber Defensive Back Vincent Bujalla stoppte den letzten Passversuch von Jadrian Clark und hielt damit den Sieg der Hausherren fest. Für Nordic Storm war das Ganze die erst zweite Saisonniederlage.
Die Statistik:
Touchdowns: Jonathan Scott (2), Harlan Kwofie; Field Goals: Sebastian van Santen (2); Extrapunkte: Sebastian van Santen (2).



