Da capo! Nochmal von vorne. Für Rhein Fire und Nordic Storm bot der vergangene Spieltag in der European League of Fooball eine ungewöhnliche Situation. Aufgrund der übrigen Ergebnisse stand schon vor dem Kick-off der finalen Partie in der regulären Saison fest, dass sich die Duisburger und die Kopenhagener am Sonntag (15 Uhr) erneut begegnen würden – nur dann eben in der dänischen Hauptstadt im Rahmen des Wildcard-Spiels der Play-offs. Der Liganeuling aus dem Norden ging als Gesamtvierter über die Ziellinie, die Duisburger als Fünfter, nachdem sie das Spiel mit 27:19 für sich entschieden hatten.

Allerdings haben sich beide Teams zurückgehalten.

Martin Wagner, Gesellschafter von Rhein Fire

Tatsächlich sahen die über 10.000 Zuschauer an der Wedau ein bärenstarkes Footballspiel. „Allerdings haben sich beide Teams zurückgehalten“, sagt Martin Wagner, Gesellschafter von Rhein Fire. Das klingt zwar logisch, aber auch ein wenig erstaunlich, denn trotzdem spielten beide Seiten auf hohem ELF-Niveau. „Als klar war, dass es praktisch um nichts mehr ging, haben wir das Playbook auf etwa 50 Prozent zusammengestrichen“, so Wagner. „Wir haben uns auf die Basics konzentriert. Aber auch die können ja mitunter unterhaltsam sein.“ Da liegt der Mann richtig.

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So hatte die Mannschaft von Cheftrainer Richard Kent praktisch ein „Probespiel“ und eine weitere Trainingswoche Zeit, um sich auf den wirklichen Showdown vorzubereiten, bei dem es darum geht, das Halbfinale zu erreichen. Das haben die Vienna Vikings und die Munich Ravens als Erster und Zweiter bereits sicher. Im parallelen Wildcard-Spiel am Samstag stehen sich Stuttgart Surge und die Madrid Bravos gegenüber.

Alles zu Rhein Fire:

Die Duisburger werden sich praktisch komplett auf die Reise begeben; kein Spieler hat sich am vergangenen Sonntag verletzt. „Allerdings ist die Anreise nicht optimal“, sagt Wagner. Aufgrund der Sommerferien, die die Preise massiv steigen lassen, ist eine Flugreise für den Titelverteidiger nicht drin. Also geht es auf eine Busreise. Die führt am Samstag ab 7 Uhr zunächst einmal nach Lübeck, wo die Mannschaft in einem Hotel zu Mittag essen wird. Dann geht die Fahrt samt Nutzung einer Fähre weiter. Am Abend, so gegen 19 oder 19.30 Uhr, wird der Tross in Kopenhagen ankommen und noch eine Video-Einheit einlegen. „Am Sonntag wird noch einmal alles durchgesprochen“, so Wagner. „Beide Mannschaften werden ganz sicher noch etwas auspacken.“