Öffentlich bemüht sich Rhein Fire, zweifacher Meister der European League of Football, um Ruhe. Denn Ärger gibt es schon genug: Bekanntlich hat der in Duisburg spielende und trainierende Club zusammen mit neun weiteren Teams den Austritt der ELF erklärt, nachdem es ein Zerwürfnis mit der bisherigen Liga rund um ausbleibende Zahlungen, wie es die Clubs berichteten, und mangelnde Transparenz gegeben hatte. Zudem müssen sich die Teams, die wie Rhein Fire einen früheren Namen aus Zeiten der NFL Europe verwenden, auf die Suche nach einer neuen Bezeichnung machen. Nun gibt es aber auch internen Streit bei Rhein Fire selbst. In einer öffentlichen Mitteilungen haben sich mehrere Gründungsgesellschafter von Entscheidungen des Clubs distanziert.

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„Vor rund viereinhalb Jahren haben wir gemeinsam das Projekt „Rhein Fire“ ins Leben gerufen. Als ehemalige aktive American-Football-Spieler war es von Beginn an unser Ziel, eine Organisation aufzubauen, wie wir sie uns in unserer eigenen aktiven Zeit immer gewünscht hätten – mit Professionalität, Wertschätzung und echter Leidenschaft für den Sport“, erklärten Renè Alexander Engel, Martin Wagner, David Wallen, Ottogerd Karasch und Markus Fong. „Unser Antrieb war dabei nie der wirtschaftliche Gewinn, sondern die Förderung des Sports, die Entwicklung von Athletinnen und Athleten sowie der Aufbau eines professionellen American Football Teams für die Fans unserer Region. Es war uns stets ein besonderes Anliegen, gegenüber unseren Mitarbeitenden, Spielern und Coaches, Cheerleadern sowie Dienstleistern verlässliche und faire Partner zu sein.“

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Die aktuellen Probleme bestehen offenbar seit einem Jahr. „Seit Oktober 2024 haben sich jedoch die Mehrheitsverhältnisse innerhalb der Betreibergesellschaft so verändert, dass die Unterzeichner das Projekt nicht mehr inhaltlich und strategisch lenken. In der Folge sind eigene, auch monetäre Interessen einzelner Mitgesellschafter in den Vordergrund getreten. Zugleich hat sich der Umgang innerhalb der Organisation deutlich gewandelt – weg von den Werten, die für uns von Beginn an Grundlage des Projekts waren“, heißt es in der Mitteilung weiter. „Diese Entwicklung hat nicht nur sportliche Folgen gehabt, sondern auch personelle Konsequenzen. So haben langjährige und verdiente Mitarbeiter wie Ticketing-Manager Marc Nantke oder zuletzt Sportdirektor Max Paatz die Organisation verlassen. Ebenso hat sich Head Coach Jim Tomsula bereits im Mai 2025 dazu entschieden, nicht mehr als Head Coach zu Rhein Fire zurückzukehren.“

Alles zu Rhein Fire:

Man habe versucht, positiv auf die Entwicklung einzuwirken, das aber ohne Erfolg. „Da uns als vormals prägende Köpfe von Rhein Fire weiterhin zahlreiche Anfragen auf unterschiedlichen Kanälen erreichen, sehen wir uns veranlasst, öffentlich klarzustellen, dass wir uns von der aktuellen Führung und der Art und Weise, wie die Organisation seit Oktober 2024 geführt wird, ausdrücklich distanzieren.“ Der Club betonte, an den Planungen für die Saison 2026 zu arbeiten, und rief die Gesellschafter auf, auch künftig mitzuwirken. Auf Anfrage erklärte Martin Wagner: „Wir lassen aktuell unsere Anteile ruhen.“