Nach drei Siegen in Folge hat es die Füchse mal wieder erwischt. Beim Tabellenführer Hannover Indians musste sich der Eishockey-Oberligist EV Duisburg 1:3 (0:1, 0:1, 1:1) geschlagen geben. „Wild“ ist allerdings, wie der ECH auf die Siegerstraße geraten ist. Denn die 1:0-Führung, die lange Zeit Bestand hatte, fiel in einem Überzahlspiel, an dessen Entstehung kein Hannoveraner beteiligt war. Schiedsrichter John-Darren Laudan stand durch ein, nennen wir es, ungünstiges Stellungsspiel dem Füchse-Angreifer Michael Fomin im Weg, sodass ein Zusammenprall nicht mehr zu vermeiden war: Zum Erstaunen der meisten musste der Duisburger Stürmer danach auf die Strafbank. Begründung: unsportliches Verhalten. Und weil es noch nicht bitter genug war, prallte der Puck beim 1:0 auch noch von einer Duisburger Kufe ins Netz. Zur Ehrenrettung des Unparteiischen: Er hat sich offenbar so sehr wehgetan, dass er ersetzt werden musste: Lukas Voit sprang für ihn ein.

Scheinbar hat unser Spieler etwas gesagt, was dem Schiedsrichter nicht gefallen hat.

Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg

„Ich habe mich auch über diese Strafe gewundert“, sagte Füchse-Trainer Frank Petrozza. „Aber scheinbar hat unser Spieler etwas gesagt, was dem Schiedsrichter nicht gefallen hat.“ Spielerisch war der Duisburger Coach mit der Leistung einverstanden. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben alles versucht, um das Spiel zu gewinnen. Letztlich hat Hannover aber verdient gewonnen.“ Die ersten Minuten seien für seine Mannschaft schwer gewesen, „dann aber haben wir ins Spiel gefunden. Das zweite Drittel war dann richtig gut.“

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Tatsächlich übten die Füchse im Mittelabschnitt viel Kontrolle aus, waren gegenüber den dezimierten Hausherren im Vorteil, verpassten es aber, eine der sich bietenden Chancen zum Ausgleich zu nutzen. Die beste Gelegenheit des Drittels hat ausgerechnet ein Verteidiger: Philip Kuschel stand nach einer starken Körpertäuschung plötzlich frei im Slot, konnte aber Hannover Torhüter Timo Herden nicht überwinden (33.). Ärgerlich aus Sicht der Gäste: 25 Sekunden vor der zweiten Pause spielte der EVD einmal unaufmerksam, die Folge war ein Hannoveraner Konter, den Emil Lessard Aydin zum 2:0 für den ECH abschloss.

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„Dennoch haben wir nicht aufgegeben. Und mit unserem Überzahltreffer zu Beginn des letzten Drittels hatten wir wieder ein Eishockeyspiel“, sagte Petrozza. In Überzahl jagte Klavs Planics den Puck zum 1:2-Anschluss in den langen Winkel. Ein weiteres Powerplay hätten den nicht unverdienten Duisburger Ausgleich bringen können, doch ein Schuss von Michael Fomin ging knapp über den Kasten. Dadurch rutschte der Puck aus dem Drittel heraus, den der von der Strafbank kommende Fabian Belendir kurz anstupste, sodass Lessard Aydin den sich anschließenden Angriff zum 3:1 nutzen konnte (50.). Dreieinhalb Minuten vor dem Ende nahm Petrozza den abermals stark haltenden Leon Willerscheid für einen sechsten Feldspieler aus dem Spiel, doch diesmal war für den EVD nichts mehr zu machen.

Bemerkenswert war eine Aktion von Philip Kuschel, der in der Schlussphase für den bereits geschlagenen Willerscheid rettete, sich mit einem Sprung lang machte und mit seiner Schlägerspitze den Einschlag des Pucks im Duisburger Tor verhinderte. Am Freitag steht das Ruhrderby auf dem Plan: Um 19.30 Uhr ist der Herner EV an der Wedau zu Gast.

Die Statistik:

Tore: 1:0 (8:48) Lagacé (Aubin, Messing/5-4), 2:0 (39:35) Lessard Aydin (Neugebauer, Petersen), 2:1 (41:05) Planics (Mannes, Zolmanis/5-4), 3:1 (49:40) Lessard Aydin (Belendir).

Strafen: Hannover 6, Duisburg 8.

Zuschauer: 2389.