Wie stellt sich ein Importspieler, noch dazu ein Stürmer, am besten seinen neuen Fans vor? Ganz einfach. Mit einem Tor! Tatsächlich war der Jubel der Füchse-Fans beim Treffer von Philippe Sanche auch ein wenig lauter als sonst. Da ist einer, der trifft! Es war sogar schon das 2:0 für den Eishockey-Oberligisten EV Duisburg, der letztlich mit 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) gegen die Hannover Indians gewann, die erst am Mittwoch den früheren EVD-Publikumsliebling Raphael Joly von seinen Pflichten als Cheftrainer am Pferdeturm entbunden hatten. Am Ende bekam ein Fuchs einige Extra-Streicheleinheiten: Torhüter Leon Willerscheid wurde für seinen Shutout zurecht gefeiert. Derweil wandelten die Fans einen beliebten Fansong ab: „Werdet zur Legende, kämpfen bis zum Ende, für die neue Halle, EVD!“
Applaus gab es dann auch im VIP-Raum – als Füchse-Trainer Frank Petrozza sein Statement mit dem Satz begann: „Ich habe heute ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen.“ Der Coach gestand ein, „dass uns Hannover im ersten Drittel alles abverlangt hat. Aber wir haben toll gekämpft. Und in Unterzahl habe ich Herz und Leidenschaft gesehen. Außerdem hat Willi (Leon Willerscheid, d.Red.) überragend gehalten.“ Auch den Neuzugang sah der Trainer stark: „Philippe ist erst gestern gelandet. Er ist eine Verstärkung für uns.“
Werdet zur Legende, kämpfen bis zum Ende, für die neue Halle, EVD!
Die Fans der Füchse, beim Sieg gegen die Hannover Indians
Zuletzt lief es nicht immer rund beim Tabellendritten aus Niedersachsens Hauptstadt. Doch nach dem Trainerwechsel war klar: Die Indians werden Gas geben wollen. Und tatsächlich spielten die Gäste stark, setzten das Duisburger Tor unter Druck. Allerdings war Leon Willerscheid zwischen den Duisburger Pfosten einmal mehr in starker Form, entschärfte selbst beste Hannoveraner Gelegenheiten. Die Füchse setzten dagegen immer wieder gefährliche Nadelstiche. Schon in der 13. Minute hatte der ECH Glück, nicht hinten zu liegen. Den Schuss von Pascal Grosse konnte Indians-Goalie Timo Herden nur zur Seite abwehren, wo der Puck knapp am Pfosten vorbeitrudelte. Kurze Zeit später lag das kleine Stück Gummi dann aber im Netz: In Überzahl bekam Nardo Nagtzaam zentral die Scheibe, ließ einen Verteidiger aussteigen und schließlich auch Herden keine Chance. Zwei Minuten vor der Pause hätte Neuzugang Philippe Sanche erstmals treffen können: Luis Üffing gewann einen Zweikampf, hielt die Scheibe im Angriffsdrittel, Sandis Zolmanis sah seinen neuen Teampartner am langen Pfosten, wo der Kanadier nur knapp scheiterte.
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Abschnitt zwei begann mit zwei guten Duisburger Gelegenheiten – beide für Adam Kiedewicz, der zweimal Pech hatte. Genau zur Spielmitte hätte Philippe Sanche dann bereits treffen können und auch müssen: Bei einem 2:1-Konter legte er in guter Schussposition allerdings quer auf Sandis Zolmanis, dessen Schuss stark von Timo Herden pariert wurde. Dann aber durfte der nur 1,65 Meter große, allerdings sehr schnelle Nordamerikaner jubeln: Luis Üffing steckte einen Pass schön durch, Sanche legte sich den Puck einmal zurecht und löffelte ihn zum 2:0 ins ECH-Tor (38.).

Der Kanadier war weiterhin in Vorwärtsbewegung: Zwei Minuten nach Beginn des Schlussabschnitts klaute er sich die Scheibe, lief aufs Gästetor zu, musste aber aus zu spitzem Winkel abschließen. Tatsächlich hatte der EVD nun seinen Platz auf der Kommandobrücke dieses Spiels eingenommen: Adam Kiedewicz fälschte einen Schuss ab – und der Puck knallte gegen die Latte. Vier Minuten später stand es dann aber 3:0: Martin Schymainski schlenzte den Puck mit der Rückhand in den Winkel. Das konnte sich sehen lassen (47.). Eine lange doppelte Überzahlsituation brachte den ECH aber nochmal zurück ins Spiel. Die Füchse hatten einmal Glück, als der Puck gegen das Duisburger Quergestänge prallte, ansonsten aber verteidigte der EVD in dieser Situation bärenstark. Damit hatten die Hausherren den Indians den Zahn gezogen – letztlich hätten die Füchse sogar noch höher gewinnen können.
Am Sonntag (18.30 Uhr) geht es zu den Hammer Eisbären – also zu einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Einzug in die obere Zwischenrunde.
Die Statistik:
Tore: 1:0 (14:45) Nagtzaam (Grosse, Üffing/5-4), 2:0 (37:55) Sanche (Üffing), 3:0 (46:38) Schymainski (Fomin, Schitz)
Strafen: Duisburg 10, Hannover 8.
Zuschauer: 1275.



