Nachdem am Montagmittag Gewitterwolken über dem Fuchsbau aufgezogen waren, klärte sich das Eishockey-Himmel über Duisburg tags darauf doch schon wieder deutlich auf. Der Deutsche Eishockey-Bund hob die Spieldauerstrafe und damit die Sperre gegen Trainer Frank Petrozza auf – und auch bei Sandis Zolmanis sieht es nach genaueren Untersuchungen wieder gut aus. Die Verletzung, die sich der Topscorer der Füchse am Sonntag zugezogen hatte, ist nicht so schlimm wie angenommen. Zum Play-off-Auftakt der Oberliga am Sonntag wird er wieder auf dem Eis stehen. Und diesen Auftakt wird der EV Duisburg daheim erleben: Dank eines 7:1 (3:0, 1:1, 3:0)-Erfolgs bei den Tilburg Trappers – übrigens der höchste Saisonsieg – konnten die ebenfalls siegreichen Saale Bulls Halle den EVD nicht mehr von Platz vier verdrängen. Im Achtelfinale trifft die Mannschaft von Trainer Frank Petrozza nun auf die Lindau Islanders.

„Wir brauchten den Sieg oder zumindest einen Punkt. Deswegen sind wir hierher gekommen und wir haben es getan“, sagte Füchse-Trainer Frank Petrozza. „Mit Klavs Planics kam ein Importspieler ins Spiel, der lange nicht gespielt hat. Er hat das gut gemacht.“

Wir brauchten den Sieg oder zumindest einen Punkt. Deswegen sind wir hierher gekommen und wir haben es getan.

Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg

Personell waren beide Mannschaften gebeutelt: Beim EVD kam zwar für Sandis Zolmanis der lange Zeit verletzte Klavs Planics in die Partie, aber Zolmanis ist nun einmal der Denker und Lenker des Duisburger Spiels. Für Michael Fomin ist bekanntlich die Saison beendet. Verteidiger Erek Virch musste krankheitsbedingt erneut aussetzen. Die Tilburg Trappers, die als Tabellenzweiter feststanden, schonten die angeschlagenen Phil Marinaccio, Max Hermens und Mike Dalhuisen – mithin also drei starke Spieler. Im Tor setzten die Trappers den jungen Danylo Douma ein, der bislang in der Reserve der Niederländer zum Einsatz kam.

Bereits nach viereinhalb Minuten lagen die Füchse vorne. Ganz klassisch: Bully, Tor. Luis Üffing hatte abgezogen. Als Philippe Sanche einen üblen Puckverlust der Niederländer mit dem 2:0 bestrafte (9.), deutete sich früh an, dass es für die Trappers kein guter Tag werden würde. Zwei Minuten später legte Carter Popoff das 3:0 nach.

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Im zweiten Drittel machten es die Füchse ruhig und clever. Sie riskierten nicht zu viel, griffen nur an, wenn es sich zu lohnen schien. In der 36. Minute war es so weit, als Philippe Sanche ein starkes Zuspiel von Luis Üffing zum 4:0 veredelte. Kleiner Schönheitsfehler: 19 Sekunden vor der zweiten Pause gelang Ties van Soest der erste und letztlich einzige Tilburger Treffer.

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In den letzten 20 Minuten hatten die Trappers, die in dieser Saison nun fünfmal durch den EVD besiegt worden sind, offenbar kein Interesse mehr, sich vor dem Play-off-Start ein Bein auszureißen. Die Füchse legten noch dreimal nach. Das fünfte Tor war eine schicke Direktabnahme im Powerplay von Comeback-Stürmer Klavs Planics. Bence Farkas und Martin Schymainski stellten schließlich den Endstand her. Damit treffen die Duisburger nun am Sonntag zum Play-off-Auftakt zu Hause auf die Lindau Islanders. Gespielt wird eine Best-of-Five-Serie. Heißt: Zum Weiterkommen sind drei Siege nötig und die Füchse spielen mindestens zweimal zu Hause.

Die Statistik:

Tore: 0:1 (4:36) Üffing (Popoff, Grosse), 0:2 (8:30) Sanche (Üffing), 0:3 (10:31) Popoff (Sanche, Üffing), 0:4 (35:15) Sanche (Üffing, Grosse), 1:4 (39:41) van Soest (Roth, de Hondt), 1:5 (42:41) Planics (Sanche, Grosse), 1:6 (47:44) Farkas (Kuschel), 1:7 (56:23) Schymainski (Ackers, Planics).

Strafen: Tilburg 6, Duisburg 8.

Zuschauer: 2742.

So läuft das Play-off-Achtelfinale

Im Play-off-Achtelfinale kommt es zu diesen Paarungen:

Hannover Scorpions – EV Füssen oder Höchstadter EC
Deggendorfer SC – Herforder EV
Tilburg Trappers – Passau Black Hawks
Memminger Indians – Icefighters Leipzig
Hannover Indians – EC Peiting
Tölzer Löwen – Hammer Eisbären
Füchse Duisburg – EV Lindau Islanders
Selber Wölfe – Saale Bulls Halle

Die Spieltermine für die Best-of-Five-Serien: 8. März, 10. März, 13. März, 15. März*, 17. März*
(* wenn nötig)