Aus dem Lazarett des Handball-Oberligisten HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen gibt es keine allzu erfreulichen Nachrichten. Mats Wiedemann, der sich vor drei Wochen gegen Kaldenkirchen kurz vor Schluss einen Kreuzbandriss zugezogen hat, wird – leider kein Scherz – am 1. April operiert. Fabian Fenzel kommt wahrscheinlich um einen Eingriff herum. Ob der Mittelmann nach seinem Außenmeniskusriss nochmal für VeRuKa auflaufen kann, ist jedoch fraglich. Im Sommer schließt sich der 30-Jährige dem Liga- und Lokalrivalen OSC Rheinhausen II an. Die schon länger verletzten Nils Schmitz und Henning Tervoort machen Fortschritte, ein Comeback in dieser Saison erscheint jedoch eher unwahrscheinlich.
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Die HSG muss also wohl auch die letzten sechs Spiele ohne das Quartett bestreiten. Das klingt besorgniserregend. Ist es aber nicht. Die Tabelle weist zwei Punkte Vorsprung auf den vorletzten Platz aus, der Stand jetzt in die Abstiegsrelegation führt. Dort geht es gegen die Vorletzten der Gruppen 1 und 2 – aktuell wären dies Fortuna Köln und die HG Remscheid – um einen freien Platz. Den Trend kann die Tabelle gewiss nur unzureichend widerspiegeln. Der Vorletzte, die DJK VfR Saarn, konnte zuletzt am 7. Februar gewinnen. VeRuKa hingegen verbuchte zuletzt 7:3 Punkte und hat noch ein Ass im Ärmel. Im letzten Heimspiel am 9. Mai ist die Turnerschaft Grefrath zu Gast, die in dieser Saison nicht konkurrenzfähig ist und deren Abstieg gleich nach der Osterpause besiegelt werden dürfte.
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Die Chancen, den Klassenerhalt schon vor diesem Pflichtsieg dingfest zu machen, stehen gewiss nicht schlecht. Am 11. April kann beim MTV Rheinwacht Dinslaken was gehen, eine Woche später daheim gegen den TV Lobberich sowieso. Die VeRuKaner haben in dieser Saison bislang kein schlechtes Heimspiel abgeliefert. Danach warten noch die fünftplatzierte Turnerschaft St. Tönis (26. April, auswärts), der mit Lintorf um den Aufstieg kämpfende TV DJK Oppum (2. Mai, heim), Grefrath und die DJK Adler Königshof (16. Mai, auswärts) als Gegner. „Wir sind auf einem guten Weg, aber längst noch nicht am Ziel“, sagt Mirko Szymanowicz. Der bald 40-jährige Spielertrainer ist trotz des Laufs, den sein Team hingelegt hat, froh um die kurze Verschnaufpause, denn: „Die letzten Wochen waren echt anstrengend.“ Den personellen Ausfällen trotzt VeRuKa mit großem Aufwand im Kollektiv. Der Rückraum etwa ist zurzeit schmal besetzt, was jedoch nicht ins Gewicht fällt, da Szymanowicz, Steffen Langer und Mirko Krogmann sich in starker Form präsentieren. Gleiches gilt für Helge Tervoort und Finn Siebert, der allererster Anwärter auf den Titel „Spieler der Saison“ ist. Der 23-jährige Rechtsaußen, im vergangenen Sommer aus der zweiten Mannschaft aufgerückt, hat in 20 Spielen 70 Tore geworfen und einen beachtlichen Anteil an der sich abzeichnenden Rettung.
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