Der ohnehin schon spannende Abstiegskampf in der Fußball-Bezirksliga, Gruppe 5, erhält eine zusätzliche brisante Note. Oliver Petzold, bis zum Saisonende noch Trainer bei Meiderich 06/95, wechselt im Sommer zur GSG Duisburg. Das Brisante dabei: Beide Klubs stecken im Tabellenkeller und kämpfen gegeneinander um den drohenden Abstieg in die Kreisliga A.
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„Diese Situation ist besonders. Der Meidericher Präsident, mit dem ich gesprochen habe, hat aber gesagt, dass es für sie in Ordnung ist – solange ich nicht anfange, aktiv Spieler abzuwerben. Das wäre natürlich nicht fair“, gesteht Oliver Petzold, der durch einen erfolgreichen Saisonspurt seiner aktuellen Mannschaft für den Abstieg seiner zukünftigen Mannschaft sorgen könnte. Bis zum Wechsel will der Coach, der im Sommer bei den 06ern durch seinen aktuellen „Co“ Raphael Strater ersetzt wird, den vollen Fokus auf seinen aktuellen Klub legen: „Ich ziehe bis zum Ende durch. Wir hatten eine gute gemeinsame Zeit. Auch wenn die Situation aktuell wieder etwas schlechter ist, geben wir alles, um die Klasse zu halten.“
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In der aktuellen Tabellenkonstellation sieht es bei beiden Klubs derzeit nicht nach einem Klassenerhalt aus. Die Großenbaumer sind Letzter (17), während sich die 06er (19) auf dem drittletzten Rang wiederfinden. Dazwischen rangiert der SV Rhenania Hamborn (18), der jedoch derzeit die beste Form hat und – im Gegensatz zur Kellerkonkurrenz – gute Ergebnisse liefert. Dennoch ist der Relegationsplatz, den der SuS 21 Oberhausen (24) belegt, nicht gerade zum Greifen nah.
Während die Meidericher am Sonntag zum schweren Auswärtsspiel beim SV Genc Osman (15.30 Uhr) antreten, empfängt die GSG den VfB Homberg II (15 Uhr), der auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz steht. Die Partie hat Alessandro Vergaro, der zu Wochenbeginn seinen Abschied bei den Großenbaumern im Sommer bekanntgab, als „letzte Chance auf den Klassenerhalt“ betitelt.
Für mich ist die GSG so etwas wie eine Heimat.
Oliver Petzold, Trainer von Meiderich 06/95
Unabhängig von der Ligazugehörigkeit wird Oliver Petzold bei der GSG in der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen. „Es hat etwas von Nach-Hause-Kommen. Für mich ist die GSG so etwas wie eine Heimat. Ich bin dort groß geworden, gehe auch heute noch gerne hin. Das Umfeld und die Leute liegen mir am Herzen“, schildert der Rückkehrer. Petzold spielte selbst für die Großenbaumer, ehe er drei Jahre als Co-Trainer der „Ersten“ fungierte. Über TuRa 88 und den SV Wanheim 1900 landete er in Meiderich, wo im vergangenen Jahr der Bezirksligaaufstieg gelang.
Eine nicht unwesentliche Rolle bei Petzolds Verpflichtung spielt Albin Schreiner. „Ich habe meine ersten Schritte als Trainer bei der GSG gemacht. Schon damals hat Albin mich sehr gefördert. Für mich ist er seitdem eine Art Mentor“, beschreibt Petzold, für den der Wechsel auch logistische Vorteile hat: „Ich bin Großenbaumer und die Platzanlage ist quasi direkt vor der Haustür. Es hat etwas von dem verloren Sohn, der zurückkehrt.“
tiwi



