Unterhaltungswert ist bei den Spielen des OSC Rheinhausen in dieser Saison garantiert. Der Handball-Regionalligist imponiert mit seiner Trefferquote und stellt nach Spitzenreiter Bayer Dormagen II die zweitbeste Offensivabteilung am Nordrhein. Die Heimpartie gegen den HC Gelpe/Strombach war auch wieder ein Beispiel für bestes Sport-Entertainment: 75 Tore gab es in der laufenden Spielzeit an der Krefelder Straße innerhalb von 60 Minuten noch nicht zu sehen. Es half logischerweise der Stimmung, dass sie aus Sicht des Gastgebers auch korrekt verteilt waren: Mit einem 40:35 (23:17)-Erfolg untermauerte der OSC den zweiten Tabellenplatz hinter den wohl nicht mehr einzuholenden Dormagenern.

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„Insgesamt war das ein solider Auftritt des Teams“, meinte Trainer Sascha Wistuba, der sich vor allem über das Comeback nach dem Rückschlag in Bonn und einer durch Ausfälle geprägten Trainingswoche freute. Er ließ viel rotieren, so dass der komplette Kader zu Einsatzzeiten kam; unter anderem konnte sich Joshua Rippelmeier gut präsentieren. Im Tor startete Alexander Lenz, der dann im Laufe der ersten Hälfte von Julian Seemann abgelöst wurde. Dessen herausragende Paraden waren ein Grund dafür, dass der OSC aus einem 12:13-Rückstand (17.) innerhalb von sieben Minuten eine 19:13-Führung machte.

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Danach geriet der fünfte Heimsieg in Folge insgesamt nie mehr wirklich in Gefahr. „Im Angriff finden wir immer gute Lösungen, machen uns aber in der Abwehr das Leben selber schwer, da wir nicht bis zur letzten Konsequenz dagegen halten“, resümierte Sascha Wistuba, der vor allem zu viel Raum für den zwölffachen Gästetorschützen Mike Heinzerling sah. Auf der Gegenseite wurde Kapitän Lukas Hüller mit dem Treffer zum 37:29 (54.) zweistellig. Danach agierte der OSC noch etwas sehr offen, was es Gelpe ermöglichte, das Ergebnis etwas knapper zu gestalten.

Ein bisschen schade: Tabellenführer Dormagen lag kurz vor Schluss bei Borussia Mönchengladbach in Rückstand, siegte aber noch mit 35:33 und wird sich bei weiter fünf Punkten Vorsprung die Butter wohl nicht mehr vom Brot nehmen lassen. Für den OSC geht es am kommenden Samstag (20 Uhr) bei BTB Aachen weiter.

OSC: Lenz, Seemann – Hüller (10/3), Ernst (6), Käsler (5), Rippelmeier (4), Dreier, Molsner (je 3), Adrian, Kauwetter, Zwarg, Schlögl (je 2), Kölsch (1), Mook.

T. K.