Jubel und Frust waren am Kalkweg in Duisburg nur durch etwas mehr als zwei Stunden getrennt. Nachdem die Damen des Club Raffelberg zum Play-down-Auftakt in der 1. Hockey-Bundesliga eine 0:2 (0:1)-Niederlage gegen den Bremer HC kassiert hatten, besiegten die Herren Schwarz-Weiß Köln dank eines Traumtors und einer dramatischen Schlussphase mit 3:0 (0:0) und feierten als Aufsteiger bereits am viertletzten Spieltag den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga – obwohl das Verletzungspech immer abstrusere Züge annimmt.
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Vor dem Spiel musste zu allen anderen Ausfällen nun auch Fabian Hoppstock aussetzen. Florian Schirmer, der zuletzt einige Tore für die Duisburger erzielt hatte, versuchte es zwar, musste dann aber ebenfalls vor dem Spiel das Handtuch werfen. Die Knieschmerzen waren zu schlimm. Damit war das Ende der Fahnenstange erreicht, sodass Trainer Tim Leusmann in diesem wichtigen Spiel mit Felix Wegener und Levin Yalcin auf zwei Junioren zurückgriff, die ihr Debüt in der 2. Bundesliga gaben. „Angesichts dieser Umstände war das eine überragende Leistung“, lobte der Coach seine Mannschaft. „Schwarz-Weiß war über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft.“ Doch mit viel Herz und Wille stoppte Raffelberg die Domstädter – und schlug fünf Minuten vor dem Ende zu: Mats Langhanki traf exakt in den Winkel. „Ein wunderschönes Tor“, sagte Leusmann angesichts der Jubel-Explosion. In der Schlussminute machten Langhanki und Tim Basfeld mit zwei weiteren Treffern alles klar, nachdem Köln seinen Torhüter für einen weiteren Feldspieler herausgenommen hatte.
Das ist eine überragende Saison.
Tim Leusmann, Trainer der Hockey-Herren des Club Raffelberg
„So früh als Aufsteiger die Klasse zu sichern, ist eine starke Leistung. Dazu der Aufstieg in die 1. Hallen-Bundesliga. Das ist eine überragende Saison“, zeigt sich Tim Leusmann rundherum zufrieden. Die Liga legt nun eine Pause ein. Erst am 6. Juni (14 Uhr) geht es daheim gegen den Düsseldorfer HC weiter.
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Derweil stellt Trainerin Susi Wollschläger ihrer Mannschaft ebenfalls ein gutes Zeugnis aus. „Leider war Bremen etwas abgezockter“, sagt sie über die Play-down-Niederlage zum Auftakt der Best-of-Three-Serie. „Ärgerlich ist, dass wir zwei Siebenmeter hätten bekommen müssen.“ Die Trainerin sah ihr Team „drei Viertel lang als die bessere Mannschaft. Da Heimspiele und Auswärtsspiele bei uns keinen großen Unterschied machen, haben wir noch alle Chancen. Die Serie ist noch nicht vorbei“, sagt Wollschläger. Am Samstag, 23. Mai, steht um 12 Uhr das zweite Spiel an. Gewinnt der CR, fällt die Entscheidung tags darauf ebenfalls ab 12 Uhr. Beide Spiele finden in Bremen statt.



