Die Chance, am Samstag eine doppelte Aufstiegsparty zu feiern, war angesichts der Ausgangssituation gering. Aber die Fußballerinnen des MSV Duisburg hätten doch zumindest gern dem Sprung ihrer männlichen Vereinskollegen in die Relegation zur 2. Bundesliga beigewohnt – woraus aus bekannten Gründen nichts geworden ist. So bleibt es in diesem Jahr bei nur einer ersten Mannschaft der Zebras, die sich am Saisonende für die nächsthöhere Spielklasse qualifizieren wird und dafür im Rahmen der Partie gegen Viktoria Köln vor vollem Haus auch eine angemessene Ehrung erfuhr.

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Tags darauf war die Kulisse dann wieder auf dem gewohnten Niveau. Auf eigenem Platz stand das drittletzte Niederrheinliga-Saisonspiel des MSV gegen die SG Kaarst auf dem Programm, das den in den vergangenen Monaten weitgehend üblichen Verlauf nahm. 3:0 (1:0) hieß es nach 90 Minuten, wobei Trainer Tarek Ruhman die Chancenverwertung einmal mehr als einziges Manko ausmachte. „Wir haben wie aus einem Guss gespielt, ich gerate richtig ins Schwärmen“, lautete sein Fazit. In den vergangenen Wochen war der Motor manchmal ein wenig ins Stocken geraten, doch nun zeigte das Team noch einmal, warum es letztlich überlegen den Aufstieg in die Regionalliga feiern wird.

Den Startschuss gab nach 14 Minuten Zara Rickes mit dem 1:0 ab. „Kaarst hatte wohl gehofft, dass wir ein bisschen nachlassen. Aber ich habe den Mädels gesagt, dass wir gerade jetzt als Meister in der Verantwortung stehen, die Saison vernünftig zu Ende zu spielen“, erklärte Tarek Ruhman. Mit einem Doppelpack in der 47. und 51. Minute brachte Julia Hülsken den Dreier schon zeitig unter Dach und Fach.

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Am kommenden Pfingstmontag steht nun das Saisonhighlight auf dem Programm, für das die MSV-Frauen mit ihrem Auftritt in der Arena die Werbetrommel rühren wollten. Um 13 Uhr wird auf dem NLZ-Platz in Meiderich das Finale des Niederrheinpokals gegen den Landesligisten TSV Solingen angepfiffen, das bei erfolgreichem Verlauf das Ticket für den DFB-Pokal der kommenden Spielzeit beschert. „Da hoffen wir auf eine volle Hütte“, sagt Tarek Ruhman.

Mit Ina Goossens gibt es derweil einen weiteren Sommer-Neuzugang. Die 18-Jährige ist derzeit noch Kapitänin der U19 von Borussia Mönchengladbach und dort auch schon für die Regionalliga-Zweitvertretung aufgelaufen. „Eine äußerst talentierte und zweikampfstarke Spielerin, die unter Druck kluge Entscheidungen auf dem Platz trifft“, charakterisiert sie Tarek Ruhman.

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Apropos Gladbach II: Die Borussinnen sind in der Regionalliga zwei Runden vor Schluss durch das 1:2 gegen Vorwärts Spoho Köln auf einen direkten Abstiegsplatz gerutscht und wären, wenn es dabei bleibt, in der kommenden Saison kein MSV-Gegner. Vorbeigezogen ist der SSV Rhade aus Dorsten. An der Spitze steht weiterhin die Zweitvertretung des 1. FC Köln mit zwei Punkten Vorsprung gegenüber Borussia Dortmund. Das Duell der Zebras mit dem BVB und seinem Neuzugang Alexandra Popp bleibt damit im Bereich des Denkbaren. In der 2. Bundesliga ertönte schon am Sonntag der Abpfiff, wobei der chancenlose Tabellenletzte und künftige Regionalligist VfR Schwarz-Weiß Warbeyen letztmals unter der Leitung des in seine spanische Wahlheimat zurückkehrenden Ex-MSV-Coachs Thomas Gerstner antrat und nach der 0:5-Niederlage den Aufstiegsfeierlichkeiten von Neu-Erstligist FSV Mainz 05 beiwohnte.